Para-Biathlon - Neue Wettkampfform feiert Premiere

Paraski | Weltcup

Para-Biathlon - Neue Wettkampfform feiert Premiere

Im finnischen Vuokatti findet am Mittwoch (19.12.2018) das erste Weltcup-Massenstart-Rennen in der Para-Biathlon-Geschichte statt. "Wir wollen attraktivere Wettbewerbe entwickeln. Das Wichtigste ist dabei aber, dass es fair bleibt", erklärte Bundestrainer Ralf Rombach im Sportschau-Interview.

Bei dem neuen Wettbewerb ist der Erste im Ziel auch der Gewinner. Das ist bei den meisten Para-Wettbewerben aufgrund der unterschiedlichen Klassen nicht der Fall. Im Massenstart starten die Athleten je nach Handicap gemeinsam, aber mit unterschiedlichen Zeitabständen. Heißt: Der Sportler mit der größten körperlichen Beeinträchtigung nimmt zuerst das Rennen auf. Ein vorher berechneter Faktor über die Zeitabstände soll Fairplay garantieren. Im Para-Langlauf läuft es bei dem Sprint-Wettbewerb ähnlich.

Vier Nachwuchssportler dabei

In Vuokatti ist Deutschland mit elf Startern dabei und setzt dabei auf das Motto: "Jugend forscht". Vier der elf Athleten sind achtzehn Jahre alt oder jünger. Für ein Ausrufezeichen sorgte die erst 14-jährige Ekaterina Kauffmann (Kirchzarten). Im Langlauf über 7,5 km lief sie auf Rang neun - und damit genau zwischen die Paralympics-Medaillengewinnerinnen von PyeongChang, Emily Young und Brittany Hudak aus Kanada. Rund 1:45 Minute fehlten Kauffmann auf die norwegische Siegerin Vilde Nilsen. "Ein stolzes Ergebnis", sagt Rombach, schob aber hinterher: "Wir dürfen jetzt nicht übertreiben und müssen behutsam herangehen. Sie ist extrem ehrgeizig. Wir müssen sie eher bremsen."

Maier hat keine guten Erinnerungen an Vuokatti

Für Marco Maier ist es übrigens die Rückkehr an den Weltcuport, an dem er 2016 seine Starterlaubnis verlor, weil die Regelhüter des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) seine Behinderung – eine angeborene Symbrachydaktylie, durch die dem 18-Jährigen an drei Fingern der linken Hand vordere Glieder fehlen – als nicht ausreichend bewerteten. Nach einem Einspruch der deutschen Mannschaft bekam Maier die Starterlaubnis wieder.

sst | Stand: 18.12.2018, 11:45

Darstellung: