Nolte verpasst Ziel im Slalom - Kampschreur triumphiert erneut

Thomas Nolte bei den Paralympics in Pyeongchang

Para-Alpin-WM

Nolte verpasst Ziel im Slalom - Kampschreur triumphiert erneut

Thomas Nolte hat die Para-Alpin-WM im slowenischen Kranjska Gora mit einem Top-Ten-Platz beendet. Im Slalom belegte der 34 Jahre alte Niedersachse am Mittwoch (23.01.2019) den neunten Rang. Nolte hatte sich in seiner Lieblingsdisziplin allerdings mehr vorgenommen. In der sitzenden Konkurrenz war der Niederländer Jeroen Kampschreur erneut nicht zu schlagen.

Der 19-Jährige hatte bereits im Riesenslalom triumphiert und setzte sich mit einer Zeit von 1:50,98 Minuten nun auch die Slalom-Krone auf. Silber ging an den Norweger Jesper Pedersen (+3,82 Sekunden), Bronze gewann der Pole Igor Sikorski (+8,13).

Nolte: "Momentan eine mentale Geschichte"

Nolte benötigte 2:17,55 Minuten und war über sein Abschneiden enttäuscht: "Das Rennen heute war zumindest besser als der Riesenslalom. Platz acht war mein Ziel, das habe ich verfehlt. Ich denke, dass es bei mir momentan eine mentale Geschichte ist. Vom Fahrerischen kann ich mein Vorhaben umsetzen, bekomme es aber nicht herunter. Daran werde ich in den nächsten Wochen arbeiten." Die Speed-Disziplinen im italienischen Sella Nevea wird der Monoskifahrer nicht absolvieren.

Thomas Nolte bei den Paralympics in Pyeongchang

Thomas Nolte (Archiv)

Nolte mit kleinen Wacklern

Nolte, der laut Bundestrainer Justus Wolf mit Platz 16 im Riesenslalom unter seinen Möglichkeiten geblieben war, hatte auch im ersten Slalom-Lauf einige Probleme. Im oberen Teil kämpfte sich der WM-Dritte von 2015 um die Stangen, im unteren Teil stand er kurz quer und verlor dadurch Zeit. Nolte lag als Elfter des ersten Durchgangs bereits 13,76 Sekunden hinter dem führenden Kampschreur.

Kampschreur: "Es gab einen Adrenalinschub"

Obwohl die Sicht auf der verschneiten Piste im zweiten Lauf zunehmend schlechter wurde, verbesserte sich Nolte noch um zwei Plätze. Im Ziel hatte der Deutsche 26,57 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Auf der anderen Seite war Kampschreur erleichtert: "Es ist unglaublich. Der zweite Lauf war härter als der erste. Man muss bis zum Ende arbeiten und fokussiert bleiben. Es gab einen Adrenalinschub. Ich bin glücklich über den Sieg."

Jeroen Kampschreur

Jeroen Kampschreur (Archiv)

Nächster WM-Titel für Bauchet

In der Konkurrenz der stehenden Starter durfte Arthur Bauchet über seinen zweiten Titel bei dieser WM jubeln. Der 18 Jahre junge Franzose gewann mit einer Zeit von 1:43,71 Minuten und freute sich beim Sieger-Interview über den Schneefall, der das Rennen erst angenehm gemacht habe. Zweiter wurde der Schweizer Thomas Pfyl (+7,47 Sekunden), Mitchell Gourley aus Australien holte Bronze (+9,54).

Arthur Bauchet

Arthur Bauchet (Archiv)

Bertagnolli gewinnt knapp

In der Konkurrenz der Sehbeeinträchtigten siegte Giacomo Bertagnolli mit Guide Fabrizio Casal in 1:55,43 Minuten. Der Paralympicssieger aus Italien, der im Riesenslalom Zweiter geworden war, hatte im Ziel lediglich 1,64 Sekunden Vorsprung auf den Slowaken Miroslav Haraus. Wie im Riesenslalom komplettierte der Österreicher Josef Lahner das Podest (+3,30).

Am Donnerstag (24.01.2019) steht in Kranjska Gora der Slalom der Frauen auf dem Programm.

Thema in MOMA in Das Erste am 23.01.19, 5.30 Uhr

fth | Stand: 23.01.2019, 14:30

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