Nolte im Riesenslalom weit hinter Alpinstar Kampschreur

Thomas Nolte

Para-Alpin-WM

Nolte im Riesenslalom weit hinter Alpinstar Kampschreur

Thomas Nolte hat beim Auftakt der Para-Alpin-Weltmeisterschaften im slowenischen Kranjska Gora die Top Ten verpasst. Am Montag (21.01.2019) kam er mit 2:31,67 Minuten im Riesenslalom auf Platz 16. Die Goldmedaille ging an ein Talent aus den Niederlanden.

Nolte erklärte: "Ich habe mich mit der Piste ziemlich schwergetan. Der Untergrund war ziemlich hart." Allerdings habe der Riesenslalom geholfen, den Hang kennenzulernen, so der 34-Jährige. Etwas ernüchtert sagte er: "Ich habe mir etwas mehr ausgerechnet. Das muss ich abhaken. Es kommen auch wieder bessere Tage." Für den Slalom rechnet sich der Monoskifahrer mehr aus: "Ich hoffe auf eine Top-Ten-Platzierung. Die Konkurrenz ist schon extrem stark. Kleine Fehler wirken sich extrem aus."

Kampschreur verteidigt Riesenslalom-Titel

Jeroen Kampschreur und seine Mutter feiern

Jeroen Kampschreur

Den Sieg unter den sitzenden Teilnehmern sicherte sich der Niederländer Jeroen Kampschreur mit 2:10,55 Minuten. Der 19-Jährige musste im Ziel erst einmal durchpusten, dann sagte er: "Es ist so erleichternd. Ich kann hier drei Titel verteidigen, bei einem habe ich es schon geschafft. Es ging um alles oder nichts." Sein Landsmann Niels de Langen gewann Silber (+1,77 Sekunden). Bronze ging an Jesper Pedersen aus Norwegen (+ 2,14).

Kubacka schnappt Bertagnolli die Goldmedaille weg

Giacomo Bertagnolli beim Slalom

Giacomo Bertagnolli liegt nach Lauf eins in Führung (Archiv).

Bei den Sehbeeinträchtigten hat sich Marek Kubacka mit einer beeindruckenden Aufholjagd eine Goldmedaille gesichert. Der Slowake mit Guide Maria Zatovicova lief nach Platz vier im ersten Durchgang noch zum Sieg - mit einer Gesamtzeit von 2:03,64 Minuten. Nach Platz fünf bei den Weltmeisterschaften vor zwei Jahren sicherte er sich somit seine erste WM-Medaille. Der Italiener Giacomo Bertagnolli, Goldmedaillengewinner im Riesenslalom und Slalom bei den Paralympics in Pyeongchang, gewann Silber (+4,94 Sekunden). Bronze ging an den Österreicher Josef Lahner (+6,37).

Bauchet macht es wie 2017

Arthur Bauchet

Arthur Bauchet setzt sich knapp durch (Archiv)

In der Konkurrenz der stehenden Starter feierte Arthur Bauchet seinen Sieg mit einem Jubelschrei. Der Franzose, auch Weltmeister im Riesenslalom von 2017, wiederholte seinen Erfolg. Er sagte nach einer Gesamtzeit von 2:04,80 Minuten: "Das ist magisch. Es hat funktioniert. Das war unglaublich." Bauchet hatte nach dem ersten Lauf nur 13 Hundertstelsekunden vor Theo Gmur aus der Schweiz gelegen, der nach beiden Durchgängen 0,71 Sekunden Rückstand hatte und Zweiter wurde. Der US-Amerikaner Thomas C. Walsh schaffte es ebenfalls aufs Podest und rief im Ziel in die Kamera: "Ich liebe Dich, Mom."

Am Dienstag gehen die Frauen im Riesenslalom an den Start - darunter Anna-Lena Forster, Anna-Maria Rieder, Andrea Rothfuss und Anna Schaffelhuber. Nolte, nach dem WM-Aus von Georg Kreiter der einzige deutsche Starter bei den Männern, fährt sein nächstes Rennen am Mittwoch, wenn der Slalom ansteht.

Thema in MOMA in Das Erste am 23.01.19, 5.30 Uhr

mkö | Stand: 21.01.2019, 15:19

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