Klug mit der nächsten WM-Medaille

Clara Klug und ihr Guide Martin Härtl in Pyeongchang

Para-Ski-Nordisch-WM

Klug mit der nächsten WM-Medaille

Nach Gold im Biathlon hat Clara Klug bei der Para-Ski-Nordisch-WM im kanadischen Prince George Bronze im Langlauf gewonnen. Nico Messinger fühlte bei sich eine Steigerung im Vergleich zum Samstag.

Klug vom PSV München lief am Sonntag (17.02.2019) nach 7,5 Kilometern mit ihrem Guide Martin Härtl in 24:45,7 Minuten auf den dritten Rang. Zufrieden erklärte Klug: "Es war eigentlich ganz gut. Ich habe mich nur ein bisschen schwerfällig gefühlt." Den WM-Titel sicherte sich Oksana Schischkowa aus der Ukraine (24:15,3). Silber ging an Carina Edlinger, die nur 1,6 Sekunden hinter Schischkowa gelandet war. Die Österreicherin musste nach dem Rennen behandelt werden.

Messinger im Langlauf im Mittelfeld

Messinger vom Ring der Körperbehinderten Freiburg wurde mit Guide Lutz Klausmann Neunter. Der 24-Jährige benötigte für die zehn Kilometer in der Männerkonkurrenz 28:18,5 Minuten. Im Ziel stoppte er erst seine Armbanduhr, dann sank er erschöpft zu Boden. Er merkte eine Tendenz nach oben: "Die erste Runde ging richtig gut. Die anderen drei waren dann zwar zäh, aber im Vergleich zu gestern war das in Ordnung." Optimistisch erklärte er: "Wenn es jetzt weiter bergauf geht, sind wir auf dem richtigen Weg."

Nico Messinger

Nico Messinger (Archiv)

Den Sieg sicherte sich mit 25:36,3 Minuten Jury Holub aus Weißrussland, der schon am Samstag im Biathlon den WM-Titel errungen hatte. Der 22-Jährige sagte: "Ich bin sehr erschöpft und müde. Es war ein sehr anstrengendes Rennen." Er erklärte: "Ich bin sehr glücklich über die guten Resultate. Ich habe sehr hart trainiert, um an der Spitze zu stehen." Dmytro Suiarko aus der Ukraine gewann Silber – mit knapp drei Sekunden Rückstand auf Holub. Bronze ging wie schon am Vortag an den Franzosen Anthony Chalençon (25:56,0).

Daviet legt nach - schon wieder Gold

Benjamin Daviet

Benjamin Daviet (Archiv)

In der stehenden Konkurrenz war Benjamin Daviet wie schon beim Biathlon-Wettbewerb am Samstag der Schnellste. Der Franzose sicherte sich mit 25:27,1 Minuten für zehn Kilometer die Goldmedaille und sagte: "Körperlich geht es mir gut. Ich bin sehr zufrieden." Weitere Mediallen sind wohl nur eine Frage der Zeit. Daviet erklärte: "Ich mag es hier, die Loipe ist super. Ich schaue nun von Rennen zu Rennen." Silber ging an Mark Arendz aus Kanada, der in seiner Heimat 26:45,6 Minuten benötigte. Grygorj Wowtschynskyi aus der Ukraine sicherte sich Bronze (26:54,7).

Nilsen vor Liaschenko

Bei den Frauen rang Vilde Nilsen aus Norwegen nach Langlauf-Gold über 7,5 Kilometer mit den Tränen. Mit 22:14,6 Minuten war sie zehn Sekunden schneller als Silbermedaillen-Gewinnerin Ludmilla Liaschenko aus der Ukraine. Die 18 Jahre junge Nilsen konnte es kaum fassen: "Ich bin so glücklich und stolz - auf mich und mein Team. Ein Traum ist wahrgeworden." Bronze ging an die Ukrainerin Oleksandra Kononowa (22:55,3).

Am Montag steht der Sprint im Langlauf an, ehe die Athleten am Dienstag einen Ruhetag einlegen. Die Para-Ski-Nordisch-WM in Prince George wird vom 16. bis 24.02. ausgetragen.

Thema in MOMA in Das Erste am 21.02.19, 5.30 Uhr

mkö | Stand: 17.02.2019, 23:11

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