Deutsches Team veredelt erfolgreiche Para-Alpin-WM

Anna Schaffelhuber, Anna-Lena Forster und Andrea Rothfuss

Para-Alpin-WM

Deutsches Team veredelt erfolgreiche Para-Alpin-WM

Dreimal Gold, siebenmal Silber und dreimal Bronze: Das deutsche Team hat bei der Para-Alpin-WM in Kranjska Gora und Sella Nevea stolze 13 Medaillen gesammelt. Allein am Abschlusstag gab es für Anna Schaffelhuber & Co. eine Handvoll Edelmetall.

Schaffelhuber & Co. bejubeln 13 Medaillen

Fünf Medaillen hat das Team von Bundestrainer Justus Wolf am letzten Wettkampftag der Para-Alpin-WM im italienischen Sella Nevea bejubelt. In der Superkombination gewannen Schaffelhuber und Andrea Rothfuss am Donnerstagnachmittag (31.01.2019) Silber sowie Anna-Lena Forster Bronze. Am Vormittag hatten Schaffelhuber und Rothfuss bereits Gold und Silber im Super-G geholt.

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Schaffelhuber mit fünf Medaillen in die Pause

Mit zwei Gold- und drei Silbermedaillen ragte Schaffelhuber aus dem fünfköpfigen deutschen Team heraus. Nach der WM konzentriert sich die Monoskifahrerin des TSV Bayerbach doch erst einmal auf Ausbildung und Privatleben. Uni-Abschluss, Hochzeit, Hausbau - in diesem Winter absolviert Schaffelhuber keine Rennen mehr. Ein Karriereende plant die 26-Jährige aber nicht.

Forster (BRSV Radolfzell) und Rothfuss (VSG Mitteltal) können sich über jeweils vier Medaillen freuen, Forster bejubelte im Slalom den ersten WM-Titel überhaupt.

Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster

Forster und Schaffelhuber bejubeln Gold und Silber im Slalom

Rothfuss: "Marie ist kaum zu knacken"

In der stehenden Konkurrenz musste Rothfuss der fünffachen Weltmeisterin Marie Bochet aus Frankreich mehrfach den Vortritt lassen. Die 29 Jahre alte Deutsche betonte: "Es war klar, dass Marie bei dieser WM kaum zu knacken sein wird. Mit vier Medaillen bin ich im Soll. Es ist keine Selbstverständlichkeit, bei einer WM Silber zu holen. Das zeigen die knappen Entscheidungen in Abfahrt und Super-G."

Andrea Rothfuss und Marie Bochet

Andrea Rothfuss und Marie Bochet

Bundestrainer Wolf: "Mädels haben stark abgeliefert"

Bei 13 Medaillen, aufgeteilt auf drei Athletinnen, fiel auch das Fazit des Bundestrainers positiv aus: "Die Mädels haben wieder stark abgeliefert. Manchmal wäre individuell sogar noch mehr drin gewesen. Doch mit dem Gesamtergebnis können wir sehr zufrieden sein." An der Veranstaltung übte Wolf allerdings Kritik, auch wegen der Absage des eigentlichen Austragungsortes Obersaxen: "Das war eher kein würdiger Rahmen für eine Weltmeisterschaft, auch der Wettkampfplan des IPC sollte künftig überdacht werden." Kranjska Gora und Sella Nevea hatten recht kurzfristig für den Schweizer Ort einspringen müssen.

Fakten zur Para-Alpin-WM 2019

Die Para-Alpin-WM fand im slowenischen Kranjska Gora und italienischen Sella Nevea statt. Etwa 100 Athletinnen und Athleten aus 30 Nationen kämpften vom 21. bis 31. Januar um Medaillen. Für das Team von Bundestrainer Justus Wolf gingen Anna Schaffelhuber, Anna-Lena Forster, Andrea Rothfuss, Anna-Maria Rieder und Thomas Nolte an den Start. Georg Kreiter und Noemi Ristau mussten ihre Teilnahme verletzungsbedingt absagen.

Thema in MOMA in Das Erste am 31.01.19, 5.30 Uhr

fth | Stand: 31.01.2019, 18:08

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