Die Stars der Para-Nordischen-WM in Prince George

Para-Ski-Nordisch-WM

Die Stars der Para-Nordischen-WM in Prince George

Bei den Para-Nordischen-Skiweltmeisterschaften messen sich 140 Athleten aus 20 Nationen. Das sind die Starter mit den besten Aussichten auf Edelmetall im kanadischen Prince George (16. bis 24. Februar 2019).

Benjamin Daviet (Frankreich)

In der Klasse der stehenden Starter gewann der 29-Jährige in Korea zwei Goldmedaillen im Biathlon (7,5 km und 12,5 km). Neben einem Sieg mit der Langlauf-Staffel errang er Silbermedaillen im Biathlon über die lange Distanz von 15 Kilometern sowie im Langlauf über 20 Kilometer. Auch in der aktuellen Saison ist Daviet selten zu bezwingen. Mit seiner Treffsicherheit am Schießstand ist ihm der Sieg im Gesamtweltcup-Ranking vor Nils-Erik Ulset (NOR) und Alexander Ehler (GER) so gut wie sicher. Im Langlauf dominieren hingegen Witold Skupien (POL) und Grigori Wowtschinski (UKR).

Benjamin Daviet mit Präsident Emmanuel Macron

Benjamin Daviet (r.) mit Präsident Emmanuel Macron

Daniel Cnossen (USA)

Bei den sitzenden Startern gehört Daniel Cnossen zu den Favoriten. Der 38 Jahre alte US-Amerikaner gewann beim Weltcup im finnischen Vuokatti vier von sechs Rennen. Im schwedischen Östersund war Cnossens Dominanz noch größer, als er alle fünf Wettbewerbe für sich entschied. Bei den Paralympics in Pyeongchang triumphierte er im Biathlon über 7,5 Kilometer.

Daniel Cnossen

Daniel Cnossen

Andrea Eskau (Deutschland)

Auch mit 47 Jahren denkt Andrea Eskau nicht ans Aufhören. Das paralympische Multitalent vom USC Magdeburg geht auch in Prince George auf Medaillenjagd. Die Frau mit der weißen Mütze inklusiver roter Bommel ist nicht zu übersehen. In Korea konnte sich Eskau inklusive Bronze mit der Mixed-Langlauf-Staffel sechs Medaillen um den Hals hängen (bei sieben Starts). Zudem jubelte sie bei der Para-Radsport-WM über Gold und Silber. Kein Wunder, dass sie als deutsche Para-Sportlerin des Jahres 2018 ausgezeichnet wurde. Beim Kampf um WM-Gold könnten höchstens Oksana Masters und Kendall Gretsch Eskau ausbremsen.

Andrea Eskau bei den Paralympischen Spielen

Andrea Eskau bei den Paralympics 2018

Oksana Masters (USA)

Die US-Amerikanerin Oksana Masters war das Gesicht der Paralympics 2018. Sie war nicht nur auf unzähligen Plakaten zu sehen, sie räumte auch unzählige Medaillen ab: zweimal Gold im Langlauf (1,1 km und 5 km), zweimal Silber im Biathlon (6 km und 12,5 km) sowie Bronze im Langlauf (12 km). Die 29-Jährige war somit maßgeblich daran beteiligt, dass die USA an der Spitze des Medaillenspiegels standen. Nach einer Ellbogenverletzung sagte sie zu Jahresbeginn, dass sich ihr Ellbogen nun stärker anfühle. Mit Kendall Gretsch (Gold im Biathlon über 6 km und im Langlauf über 12 km) hat die Sitzschlittenfahrerin eine Landsfrau als ernstzunehmende Konkurrentin.

Oksana Masters bei der Siegerehrung zum Langlauf über 5 km sitzend

Oksana Masters bei einer Siegerehrung in Pyeongchang

Zebastian Modin (Schweden)

Bei der Konkurrenz der sehbeeinträchtigten Athleten gibt Zebastian Modin den Ton an. Der Schwede ist führend im Langlauf-Gesamtweltcup. 2018 sorgte er für die einzige schwedische Paralympics-Medaille im nordischen Parasport: Im Sprint über 1,5 Kilometer errang der 24-Jährige Silber und musste sich nur dem Kanadier Brian McKeever geschlagen geben. Vor den Weltmeisterschaften im kanadischen Prince George machte er zum Beispiel in Östersund auf sich aufmerksam. Im Sprint über gut einen Kilometer siegte er vor Eirik Bye (NOR). Auch über 3 x 3,4 Kilometer war Modin (20:05,9 Minuten) schneller als Bye.

Zebastian Modin (r.) feiert mit seinem Guide Robin Bryntesson und Kronprinzessin Victoria von Schweden

Zebastian Modin feiert mit seinem Guide Robin Bryntesson und Kronprinzessin Victoria von Schweden

Oksana Schischkowa (Ukraine)

Oksana Masters ist nicht die einzige Oksana, die im nordischen Para-Sport abräumt. Die in Charkiw geborene Ukrainerin ist in der Konkurrenz der sehbeeinträchtigten Starterinnen Medaillen-Kandidatin. Bei den Paralympics 2018 sicherte sich die Biathletin Gold (10 km) und zweimal Silber (6 km und 12,5 km). Im Langlauf gewann sie neben Staffel-Gold noch je einmal Silber (15 km) und Bronze (1,5 km). Im Vergleich zu den Männern ist das Starterfeld bei den sehbehinderten Frauen ohnehin recht klein, was die Medaillenchancen für Schischkowa erhöht. Die Deutsche Clara Klug hat ebenfalls gute Chancen.

Oksana Schischkowa

Oksana Schischkowa bei den Paralympics 2018

Thema in MOMA in Das Erste am 21.02.19, 5.30 Uhr

mkö/fth | Stand: 01.02.2019, 17:00

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