Deutsches Para-Alpin-Team vor Speed-Disziplinen zuversichtlich

Anna Schaffelhuber beim Slalom der WM in Kranjska Gora

Para-Alpin-WM

Deutsches Para-Alpin-Team vor Speed-Disziplinen zuversichtlich

Von Maria Köhler

Nach fünf Medaillen in den technischen Disziplinen reist das deutsche Para-Ski-Alpin-Team zufrieden und zuversichtlich zum zweiten Teil der Weltmeisterschaften ins italienische Sella Nevea. Bundestrainer Justus Wolf sagte: "Ich hoffe, dass es in den Speed-Disziplinen so weiter geht."

Anna Schaffelhuber, die zwei Silbermedaillen aus dem slowenischen Kranjska Gora mitnimmt, erklärte: "Ich bin zufrieden mit den Leistungen, die ich runtergebracht habe. Ich habe im Slalom einen Schritt nach vorn gemacht. Ich freue mich auf die zweite Woche." In Tarvisio vor zwei Jahren sicherte sie sich neben Slalom-Gold auch WM-Titel in Abfahrt und Superkombination. "Ich weiß noch nicht richtig, wo ich stehe. Ich gehe das Schritt für Schritt an. Ich schaue mir erst einmal den Hang an und achte darauf, dass ich die Form von Tag zu Tag aufbaue." Am Montag und Dienstag stehen Trainingseinheiten im Nordosten Italiens an. Schaffelhuber erklärte: "Ich möchte technisch saubere Schwünge fahren. Dann glaube ich, dass da alles drin ist."

Forster – mit Gold kommt die Lockerheit

Anna-Lena Forster ist nach Slalom-Gold und Bronze im Riesenslalom erleichtert. "Ich habe schon einmal mein Soll erfüllt. Jetzt kann ich noch lockerer an die anderen Rennen rangehen", sagte die 23-Jährige. Dabei hätte sie durch einen Fahrfehler im zweiten Lauf des Slaloms beinahe die Goldmedaille verpasst. "Ich habe mich richtig geärgert und dachte, jetzt ist er wieder weg, der blöde Titel. Dass es noch gereicht hat, hätte ich nicht gedacht", erzählt die Athletin vom BRSV Radolfzell lachend.

Deutsche holen kompletten Medaillensatz bei der Para-Ski-WM Sportschau 25.01.2019 00:56 Min. Verfügbar bis 25.01.2020 Das Erste

Rothfuss – Angriff bei den Speed-Disziplinen

Andrea Rothfuss rechnet sich nach Slalom-Bronze am Donnerstag in den Speed-Disziplinen Chancen aus. Sie sagte: "Da habe ich in der Vergangenheit auch schon gezeigt, dass auf jeden Fall mit mir zu rechnen ist. Dort will ich voll angreifen und die eine oder andere Medaille holen." Vor zwei Jahren überzeugte sie mit WM-Silber in der Abfahrt und WM-Bronze im Super-G. Bei den Paralympics in Korea sicherte sich "Silberfuss", so ihr Spitzname, Rang zwei in Abfahrt und Super-G. Superstar Marie Bochet aus Frankreich ist mit Paralympics-Gold in den beiden Speed-Disziplinen 2018 wohl auch in diesem Jahr die ärgste Konkurrentin von Rothfuss.

Andrea Rothfuss beim Slalom in Kranjska Gora

Andrea Rothfuss

Anna-Maria Rieder verzichtet auf einen Start in Sella Nevea. Die 18-Jährige reist zurück nach Deutschland und geht zur Schule. Thomas Nolte wird die Speed-Disziplinen ebenfalls nicht absolvieren.

Thema in MDR FERNSEHEN in MDR Aktuell am 24.01.19, 17.45 Uhr

Stand: 24.01.2019, 16:11

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