DBS bewirbt sich nicht um WM im Para-Schwimmen

Para-Schwimmen

DBS bewirbt sich nicht um WM im Para-Schwimmen

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) wird sich nicht um die Ausrichtung der Weltmeisterschaften im Para Schwimmen bewerben. Das teilte der Verband am Mittwoch (30.01.2019) mit.

Nachdem das Internationale Paralympische Komitee Malaysia die Ausrichtung der Weltmeisterschaften im Para-Schwimmen wegen des Ausschlusses der israelischen Mannschaft am Sonntag entzogen hatte, hat DOSB-Präsident Alfons Hörmann wenige Stunden später die Idee aufgeworfen, ob nicht Deutschland kurzfristig die Spiele ausrichten könne. Der Deutsche Behindertensportverband sieht sich eigenen Angaben zufolge "nach intensiver Prüfung außer Stande, in nur fünf Monaten Vorbereitungszeit eine solche Weltmeisterschaft zu stemmen".

Laut Beucher fehlen Ressourcen

Malaysia hatte laut IPC keine Garantie dafür abgegeben, dass israelische Athleten "frei von Diskriminierung und sicher" an der WM (29. Juli bis 4. August) teilnehmen können. Die Entscheidung des IPC begrüßte der DBS. Präsident Friedhelm Julius Beucher betonte: "Wir freuen uns über diese unmissverständlich klare Haltung. Malaysia die WM zu entziehen, ist daher die einzig richtige Antwort auf jegliche Form von Diskriminierung. Sport muss fair und für alle Menschen zugänglich sein." Der DBS teilt die Ansicht, dass man mit der Bewerbung ein positives Zeichen setzen könne, wenn Deutschland die gesamte Weltfamilie des Para-Schwimmens empfangen würde, so der Verband. Das sei zweifellos eine reizvolle Idee. "Doch dazu fehlen uns schlichtweg die Ressourcen", erklärte Beucher.

Goalball-EM im Oktober

Der DBS betonte, dass er mit der jährlichen Ausrichtung mindestens eines internationalen Großereignisses seiner Verantwortung innerhalb der paralympischen Weltfamilie gerecht werde. Er verwies auf mehrere internationale Para-Sport-Veranstaltungen in Deutschland, darunter die Goalball-EM in Rostock (5. bis 14 Oktober).

Thema in MDR Aktuell - Das Nachrichtenradio am 30.01.19, 16.40 Uhr

mkö/pm | Stand: 30.01.2019, 16:50

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