Klug ist Biathlon-Weltmeisterin - Recktenwald Vierte

Clara Klug mit ihrem Guide Martin Härtl

Para-Ski-Nordisch-WM

Klug ist Biathlon-Weltmeisterin - Recktenwald Vierte

Clara Klug und ihr Guide Martin Härtl haben am ersten Tag der Para-Ski-Nordisch- WM im kanadischen Prince George Gold im Biathlon über die mittlere Distanz von zehn Kilometern geholt.

Gemeinsam mit ihrem Guide und Trainer Martin Härtl fuhr Klug am Samstag (16.02.2019, Ortszeit) bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung zu ihrem ersten WM-Titel. Obwohl Klug dreimal in die 150 Meter lange Strafrunde musste, landete sie mit 39:48,8 Minuten vor der Ukrainerin Oksana Schischkowa, die nur eine Scheibe verfehlte (40:29,1). Bronze ging an die 16-jährige Ukrainerin Andriana Kapustei (46:19,3/2).

Klug: "Ich war unfassbar aufgeregt"

"Clara war läuferisch stark, trotzdem dachte ich mir nach den drei Fehlern bei den ersten beiden Schießen nur 'Oh Gott'", gestand Härtl. Er attestierte seiner Athletin im weiteren Verlauf aber einen besonnenen, konzentrierten Auftritt: "Das war ein hart verdienter Sieg. Mehr dieser Rennen brauche ich aber nicht, sonst kriege ich einen Herzinfarkt." Die neue Weltmeisterin stimmte da zu: "Ich weiß nicht, warum ich das so kompliziert machen musste. Ich war leider unfassbar aufgeregt und das hat sich am Schießstand gezeigt." Sie ergänzte: "Mit meiner Leistung bin ich nicht richtig zufrieden. Aber umso mehr damit, dass ich es doch noch geschafft habe."

Recktenwald verpasst Medaillenränge knapp

Johanna Recktenwald

Johanna Recktenwald mit Guide Simon Schmidt (Archiv)

Johanna Recktenwald, die bei ihrem WM-Debüt Vierte wurde, war mit ihrer Laufleistung zufrieden, ärgerte sich aber auch über ihre zwei Fehler am Schießstand: "Das war einer zu viel." Bundestrainer Ralf Rombach führte das und die Ergebnisse seiner anderen Athletinnen und Athleten aber auch auf die wechselnden Winde zurück: "Das macht die Sache schwierig." Insgesamt bewertete er den Start in die WM mit gemischten Gefühlen: "Wir wollen uns in den nächsten Tagen noch verbessern."

Messinger auf Rang zehn

Nico Messinger vom Ring der Körperbehinderten Freiburg wurde bei den Männern mit seinem Begleitläufer Lutz Klausmann Zehnter. Messinger, der fünfmal in die Strafrunde musste, sagte: "Es ging gar nichts. Ich fühle mich konditionell sehr müde, komme auch mit der Zeitumstellung noch nicht ganz klar." Den WM-Titel sicherte sich Jury Holub aus Weißrussland nach nur einem Schießfehler (37:07,0 Minuten). Silber ging an den Ukrainer Vitaliy Lukyanenko, der alle Scheiben getroffen hatte (39:36,3). Die Bonzemedaille holte sich der Franzose Anthony Chalençon (39:54,5/5).

Nico Messinger

Nico Messinger (Archiv)

Am Sonntag (17.02.2019) geht es in Prince George mit dem Langlauf über die mittlere Distanz im freien Stil weiter. Für einen Start vorgesehen sind Andrea Eskau, Anja Wicker, Clara Klug, Martin Fleig und Nico Messinger.

Thema in MOMA in Das Erste am 21.02.19, 5.30 Uhr

mkö/pm | Stand: 17.02.2019, 10:01

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