Prüfkommission empfiehlt neue Sperre gegen RUSADA

Rusada-Chef Yuri Ganus

Russland vor Olympia-Aus

Prüfkommission empfiehlt neue Sperre gegen RUSADA

Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA soll wegen Manipulation von Doping-Daten aus dem Moskauer Labor wieder gesperrt werden.

Diese Empfehlung hat die unabhängige Prüfkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (CRC) dem Exekutivkomitee der WADA gegeben. Russland droht nun sogar der Ausschluss von den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

In dem vertraulichen Dokument, das vom ExCo auf seiner Sitzung am 9. Dezember in Paris erörtert werde, wird laut der WADA-Mitteilung empfohlen, die RUSADA darüber zu informieren, dass internationale Standards nicht eingehalten worden seien. Zugleich habe die Prüfkommission "schwerwiegende Konsequenzen" vorgeschlagen.

RUSADA nicht überrascht

Die RUSADA war als Folge des Skandals um Staatsdoping von der WADA gesperrt worden. Im September 2018 wurde der Bann unter anderem mit der Auflage aufgehoben, die Moskauer Doping-Daten aus den Jahren 2012 bis 2015 sowie gelagerte Proben an die WADA zu übergeben. Anfang des Jahres ist dies geschehen. Allerdings kam der Verdacht auf, dass die Daten manipuliert wurden. Die Empfehlung der CRC basiert auf Berichten der WADA-Abteilung "Intelligence and Investigations" und unabhängiger forensischer Experten.

Die RUSADA ist nicht überrascht von der drohenden erneuten Sperre. "Das alles entspricht der rechtlichen Logik. Es sollte so sein", sagte RUSADA-Chef Juri Ganus der Nachrichtenagentur Interfax in Moskau. Nun müsse die Entscheidung der Welt-Anti-Doping-Agentur in gut zwei Wochen abgewartet werden. Er selbst wolle an der Sitzung nicht teilnehmen.

dpa | Stand: 23.11.2019, 13:00

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