Turner Toba: "Mit Olympia eine Rechnung offen"

Turner Andreas Toba an den Ringen

NDR-Sport

Turner Toba: "Mit Olympia eine Rechnung offen"

Andreas Toba wurde zum "Hero de Janeiro", als er bei den Olympischen Spielen in Rio trotz Kreuzbandriss turnte. Nun ist er wieder verletzt und froh, dass Olympia in Tokio in weiter Ferne ist.

Wenn in diesen Tagen im Ariake Gymnastics Centre von Tokio um olympische Medaillen geturnt würde, wäre Andreas Toba untröstlich. Denn der Turner von der TK Hannover wäre am Fernseher zum Zuschauen verdammt - mit einer Verletzung am Sprunggelenk. Was für eine Fügung, dass die Olympischen Spiele auf das kommende Jahr verschoben wurden! "Ich habe mich eigentlich ziemlich gut damit abgefunden, dass die Spiele nicht stattfinden, gerade mit meinem Fuß, der Verletzung, die jetzt noch dazugekommen ist", sagte der 29-Jährige in der Olympia-Serie "Heute wäre mein großer Tag gewesen" dem NDR Hörfunk. "Das war fast ein bisschen Glück im Unglück."

Toba will mehr als eine Tapferkeitsmedaille

Vier Jahre hatte Toba sich voll auf jene Sommerspiele fokussiert, bei denen er mehr will als eine "Tapferkeitsmedaille". In Rio war er 2016 zum "Hero de Janeiro" geworden, als er trotz eines bei der Bodenübung erlittenen Kreuzbandrisses noch am Pauschenpferd antrat und seiner Mannschaft so einen Platz im Finale sicherte. Seine Tränen und sein Mumm rührten Millionen. Er erhielt den Publikums-Bambi, doch seinen Frieden mit den Spielen hat er nicht gemacht: "Auf jeden Fall habe ich mit den Olympischen Spielen noch eine Rechnung offen", sagte er. Einmal wolle er im Zeichen der fünf Ringe turnen und "zeigen, was ich wirklich kann".

Wenn die Spiele in Tokio im kommenden Jahr stattfinden, ist Toba 30. Den Ehrgeiz, noch einmal dabei zu sein, hat er. Die Zeit, gesund zu werden, auch. Und dann will er "hoffentlich noch mehr als eine Schippe draufpacken".

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Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 27.07.2020 | 09:25 Uhr

NDR | Stand: 27.07.2020, 21:25

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