Olympia - IOC stellt 800 Millionen bereit und fordert Einsparungen

IOC-Präsident Thomas Bach

Telefonkonferenz mit Thomas Bach

Olympia - IOC stellt 800 Millionen bereit und fordert Einsparungen

Das IOC stellt zur Abmilderung der Folgen der Olympia-Verschiebung nach eigenen Angaben 800 Millionen US-Dollar bereit. Präsident Thomas Bach forderte aber auch Einsparungen.

Die Corona-Krise habe auch "erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Olympischen Spiele, die olympische Bewegung und das IOC", sagte Thomas Bach am Donnerstag (14.05.20) bei einer Telefonschalte.

Hauptteil des Geldes fließt in die Organisation 2021

Auf seiner Sitzung habe das Exekutivkomitee daher diese Summe zur Bewältigung der Folgen der Olympia-Verschiebung bewilligt. 150 Millionen Dollar sollen unter anderem als Kredite an die internationalen Sportverbände und Nationalen Olympischen Komitees fließen. "Damit sollen diese in die Lage versetzt werden, ihren Sport weiter zu betreiben und ihre Athleten zu unterstützen", sagte Bach.

Das IOC zahlt 800 Millionen Dollar für die Olympia-Verlegung

Sportschau 14.05.2020 01:08 Min. Verfügbar bis 14.05.2021 ARD

Der Löwen-Anteil von umgerechnet 601 Millionen Euro soll die Zusatzkosten des IOC für die Organisation der ins nächste Jahr verlegten Spiele decken. Zu den erwarteten Mehrausgaben für die japanischen Gastgeber machte Bach keine Angaben.

ITTF-Präsident Weikert: Von Darlehen kein Gebrauch machen

Die Reaktion der Verbände ist bisher noch verhalten: "Wir haben es so verstanden, dass es sich um Darlehen handelt. Diese helfen uns jetzt aber nicht weiter, deshalb werden wir davon kein Gebrauch machen, auch weil wir gut gewirtschaftet haben" sagte Thomas Weikert, Präsident des Tischtennis-Weltverbandes (ITTF), dem SID. Sollte es sich dennoch um einen Zuschuss handeln, würde sein Verband zugreifen.

Bach: "Es gibt keine Tabus"

Die eigens eingesetzte Taskforce zur Neu-Organisation der Spiele werde auf der Suche nach möglichen Einsparungen "jeden Stein umdrehen", sagte Bach. Dabei müsse aber der "Geist der Spiele und die Qualität der Wettbewerbe" gesichert sein. Aber Bach sagte auch: "Es gibt keine Tabus. Alles wird diskutiert."

Zweifel an der Austragung der Olympischen Spiele im Sommer 2021 wies Bach zurück. Es sei "viel zu früh, jetzt schon Schlüsse" aus der aktuellen Situation auf das Ereignis in vierzehn Monaten zu ziehen. Das IOC vertraue auf den Rat der Taskforce und der Weltgesundheitsorganisation.

Weiter offen ist, ob die Organisatoren in Tokio wie erhofft auch 2021 die gleichen Wettkampfstätten und das olympische Dorf nutzen können. Dies sei "kein einfaches Unterfangen", sagte Bach. Indes hätten alle Olympia-Topsponsoren bereits zugesichert, ihre Verpflichtungen auch im kommenden Jahr zu erfüllen.

dpa | Stand: 15.05.2020, 13:24

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