Bürger entscheiden über Olympia-Bewerbung von Calgary

Eröffnungsfeier Olympische Spiele 1988 in Calgary

Abstimmung am 13. November

Bürger entscheiden über Olympia-Bewerbung von Calgary

Calgary hält vorerst an seiner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2026 fest. Nun sollen die Bürger der kanadischen Stadt in einem Referendum am 13. November über die Bewerbung abstimmen.

In einer Sitzung des Stadtrates am Mittwoch (31.10.2018) votierten acht der 15 Mitglieder gegen einen Volksentscheid. Um das Referendum und damit die Bewerbung zu stoppen, wären jedoch zehn Stimmen nötig gewesen.

Regierungen machen Zusagen

Zuvor war eine grundsätzliche Einigung über ein Rahmenabkommen zur Finanzierung der Spiele mit der kanadischen Regierung und der Provinzregierung von Alberta erzielt worden. Staats- und Provinzregierung wollen 2,88 Milliarden kanadischen Dollar (1,93 Milliarden Euro) beisteuern. Beide Regierungen machen ihre Zusagen aber von einer Mehrheit für die Bewerbung bei der Volksbefragung abhängig.

Sollten sich die Bürger gegen die Olympia-Bewerbung entscheiden, blieben nur noch Stockholm und Mailand/Cortina d'Ampezzo als Kandidaten. Auch bei den Schweden und Italienern ist allerdings unklar, ob sie ihre Bewerbungen bis zur Wahl des Gastgebers auf dem IOC-Kongress im September 2019 in Lausanne aufrechterhalten können. Stockholms neuer Stadtrat hat sich bereits gegen die Kampagne ausgesprochen. Mailand, das zusammen mit Cortina d'Ampezzo antritt, fehlt noch staatliche Unterstützung. Anfang Oktober hatte das IOC den türkischen Bewerber Erzurum von der Liste der möglichen Kandidaten für 2026 gestrichen.

Argentinien prüft Kandidatur

Dafür erwägt Argentinien eine Bewerbung um die Winterspiele 2026. Buenos Aires und die 3.000 Kilometer südlich gelegene Provinzstadt Ushuaia in Feuerland prüfen, ob sie sich nachträglich bewerben. Das bestätigte das Internationale Olympische Komitee am Donnerstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Noch nie fanden Olympische Winterspiele auf der Südhalbkugel statt.

Gerardo Wertheim, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, teilte mit, "ernsthaft eine gemeinsame Vorstellung für die Olympischen Winterspiele 2026 zu prüfen für den Fall, dass sich eine Gelegenheit ergibt". Zuvor hatte es schon Überlegungen zu einer argentinischen Bewerbung für den Winter 2030 gegeben. In Buenos Aires könnten die Eis-, in Ushuaia die Schneesportarten stattfinden, heißt es in der Mitteilung. Bislang gibt es keine Angaben darüber, in welchem Zeitraum des Jahres die Spiele stattfinden würden.

red/dpa/sid | Stand: 01.11.2018, 14:12

Darstellung: