Audi dominiert DTM-Auftakt in Spa

Audi-Pilot Nico Müller

Fünf Audi-Fahrer ganz vorn

Audi dominiert DTM-Auftakt in Spa

Audi hat beim Auftakt der DTM-Saison seine Dominanz unter Beweis gestellt und das erste Rennen in Spa dominiert. Sieger wurde Nico Müller.

Die Ingolstädter feierten zum Auftakt am Samstag (01.08.2020) in Spa-Francorchamps einen Fünffach-Erfolg, der Schweizer Nico Müller führte das Quintett als Sieger an.

Green, Duval, Rockenfeller und Rast auf den Plätzen

Hinter Müller landeten Jamie Green (Großbritannien), Loic Duval (Frankreich), Ex-Champion Mike Rockenfeller (Neuwied) und Titelverteidiger Rene Rast (Minden). Bester BMW-Starter war der Österreicher Philipp Eng. Rast hatte lange Zeit auf Podestkurs gelegen, bis seine Reifen rätselhaft stark abbauten. "Wir müssen verstehen, warum die Probleme so massiv waren, ob es am Setup liegt, am Fahrstil, bisher wissen wir es noch nicht", sagte Rast, "es war, als würde es auf der Hinterachse regnen."

Auf den letzten Runden fürchtete auch Müller, dass die besonders aggressive Strecke in Spa ihn noch an die "Reifenklippe" treiben würde. "Ich habe bei jeder Fahrt durch Eau Rouge und all die schnellen Kurven nur gebetet, dass sie lang genug halten würden", sagte der Schweizer.

Enges Rennen zwischen Führungstrio

Schon im vergangenen Jahr hatte Audi Fahrer-, Team- und Markentitel gewonnen, das neue DTM-Jahr begann wegen der Corona-Pandemie nun spät wie nie. Erstmals seit 2005 war die Rennserie zudem wieder auf der Traditionsstrecke in Spa zu Gast, wo am Sonntag (13.30 Uhr) auch noch das zweite Saisonrennen steigt.

Nach dem Start auf der Berg- und Talbahn ging es vor allem zwischen dem Audi-Führungstrio aus Robin Frijns, Müller und Rast eng zu, Rast schob sich zunächst auf Rang zwei vor. Noch in der Hochgeschwindigkeits-Senke Eau Rouge ging Müller aber wieder vorbei und sicherte sich wenige Runden später auch die Führung. In der Folge raste dieses Trio in geringem Abstand über den Kurs.

Rast mit Reifenproblemen

Die gut sieben Kilometer lange Strecke in den Ardennen bot den Piloten die seltene Möglichkeit, ihre Boliden an die Topspeed-Grenze zu treiben, am Ende der langen Kemmel-Geraden erreichten die Fahrer am Samstag knapp 300 km/h. Einer der meistgenutzten Überholpunkte lag allerdings unmittelbar davor: In der Eau Rouge erwischte es auch Rast ein zweites Mal, der Mindener fiel hinter Rockenfeller auf Rang vier zurück. Auch im weiteren Verlauf tat er sich schwer, der Grund wurde wenig später klar: Die Reifen des Titelverteidigers brachen ein, "ich weiß nicht, was ich machen soll", funkte er an die Box. Ein zweiter Stopp war die Lösung, Rast konnte mit neuen Pneus zumindest Rang fünf retten.

Stand: 01.08.2020, 16:52

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