Anklage fallengelassen - Läuferin Naser droht wohl keine Sperre

Läuferin Naser droht doch keine Anklage

Dopingverfahren

Anklage fallengelassen - Läuferin Naser droht wohl keine Sperre

400-Meter-Weltmeisterin Salwa Eid Naser aus Bahrain muss nach dem Wirbel um vermeintliche Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln wohl keine Sperre mehr fürchten.

Die Disziplinar-Kommission des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics hat die Anklage wegen angeblicher Versäumnisse gegen die Meldepflicht für Dopingtests überraschend fallen gelassen. Dies teilte die "Athletics Integrity Unit" (AIU), die vom Weltverband unabhängige Integritätskommission am Dienstag (20.10.2020) mit.

Nun könnte es vor dem Sportgerichtshof weitergehen

Die Integritätskommission hat 30 Tage Zeit, gegen diese Entscheidung vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS in Berufung zu gehen. Die AIU hatte Naser vorgeworfen, innerhalb eines Jahres widerrechtlich drei Dopingtests verpasst und einen Anmeldefehler im System gemacht zu haben.

Die Disziplinar-Kommission erkannte ein angebliches Fehlverhalten der gebürtigen Nigerianerin aus dem April 2019 allerdings nicht als Regelverstoß an, so dass die drei bestätigten Vergehen nicht mehr innerhalb eines Jahres liegen.

Drei Dopingtests verpasst: Für Naser "normal"

Naser war mit einem spektakulären Auftritt am 3. Oktober 2019 im WM-Finale von Doha mit 48,14 Sekunden die schnellsten 400 Meter seit 34 Jahren und damit auf Platz drei der "ewigen" Bestenliste gelaufen.

Auf die Vorwürfe hatte sie mit einer Verteidigungsrede in den sozialen Netzwerken reagiert. "Ich bin niemals eine Betrügerin gewesen und werde es auch niemals sein", sagte Naser, nachdem sie vorläufig suspendiert worden war: "Ich habe lediglich drei Dopingtests verpasst, das ist doch normal und kann jedem passieren."

sid | Stand: 20.10.2020, 14:30

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