Leichtathletik-DM doch mit Krause und Co?

Gesa Felicitas Krause

NDR-Sport

Leichtathletik-DM doch mit Krause und Co?

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat der Stadt Braunschweig und dem Land Niedersachsen ein Konzept zur Prüfung vorgelegt, um bei den deutschen Meisterschaften nun doch die Laufwettbewerbe über 1.500, 5.000 sowie 3.000 m Hindernis ins Programm nehmen zu können.

"Die erfolgreichen bundesweiten Bemühungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und die damit verbundenen schrittweisen Lockerungen der behördlich angeordneten Schutzmaßnahmen eröffnen uns die Möglichkeit, unser DM-Konzept um die noch fehlenden Wettbewerbe zu erweitern", sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska: "Wir hoffen, dass wir in Braunschweig deutsche Meisterschaften mit dem vollständigen Programm der Einzel-Disziplinen erleben können. Das war unser Ziel, und entsprechend haben wir in vielen Gesprächen und Abstimmungen darauf hingearbeitet." Die nationalen Titelkämpfe finden am 8. und 9. August im Eintracht-Stadion statt.

Lockerungen oder Plan B

In Niedersachsen gilt für Sport ein Mindestabstand von 2 m, Wettkämpfe in Kontaktsportarten sind verboten. "Sollten diese Regelungen nicht rechtzeitig vor der DM aufgehoben werden, will der DLV unter der Voraussetzung von mindestens zwei negativen Corona-Tests der teilnehmenden Athleten sowie mithilfe detaillierter Anreise-, Unterbringungs- und Abstands-Regelungen eine Zulassung der Lauf-Wettbewerbe erwirken", teilte der Verband weiter mit. Wegen behördlicher Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie war die DM zunächst ohne die längeren Laufstrecken geplant gewesen.

Krause will über Paradestrecke starten

Damit ist der Weg möglicherweise doch frei für Spitzenathleten wie Gesa Krause.

Leichtathletik-Neustart (doch) mit Hindernissen?

Verfügbar bis 01.07.2021

Die 3.000-m-Hindernis-Läuferin hatte gerade erst im Sportschau-Olympia-Podcast bekräftigt, bei den Titelkämpfen starten zu wollen. "Ich hoffe, dass die Lockerungen, die in den nächsten Wochen hoffentlich noch folgen werden, eine Möglichkeit bieten, dass ich bei den deutschen Meisterschaften über meine Paradedisziplin am Start sein kann", so die zweimalige WM-Dritte.

Ihre Kritik am Verzicht auf die längeren Strecken habe sich nicht gegen den Deutschen Leichtathletik-Verband gerichtet. "Ich weiß, dass die Umstände nicht einfach sind." Krause hatte die Entscheidung als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet und auf die Austragung von Bundesligaspielen im Fußball und Basketball verwiesen.

Olympia verschoben, EM abgesagt

In diesem Jahr wird es wohl keine großen internationalen Wettkämpfe mehr geben. Die Olympischen Spiele sind verschoben, die EM in Paris ist abgesagt. Dem Verband geht es daher nach Monaten der Wettkampfabstinenz im Rahmen des Möglichen auch um eine Standortbestimmung für die besten Athleten.

Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 30.06.2020 | 08:25 Uhr

NDR | Stand: 01.07.2020, 15:52

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