Hallen-EM - Deutsche Silber-Serie geht weiter

Schlusstag bei der Hallen-EM

Hallen-EM - Deutsche Silber-Serie geht weiter

Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Hürdensprinterin Cindy Roleder haben die deutsche Silber-Serie am Schlusstag der Hallen-EM in Glasgow fortgesetzt. Weitspringerin Malaika Mihambo verpasste das Podium um einen Zentimeter, dafür gewann ein Dreispringer eine Bronzemedaille.

Die deutsche Kugelstoßerin Christina Schwanitz bei der EM in Glasgow

Deutschlands Kugelstoßerin Christina Schwanitz bei der EM

Christina Schwanitz hatte am Sonntag (03.03.2019) die Kugel um die Winzigkeit von zwei Zentimetern am Titel vorbeigestoßen, freundete sich jedoch schnell mit ihrem zweiten Platz an. "Natürlich ist Silber schön", sagte die 33-Jährige. Schwanitz hatte mit 19,11 Metern bis zum fünften Versuch geführt, ehe sie von der Bulgarin Radoslawa Mawrodjewa (19,12) abgefangen wurde, die im Vergleich auch den besseren zweitweitesten Versuch hatte.

Roleder: Mit Silber nicht verstecken

Auch Cindy Roleder wollte sich nicht ärgern, obwohl sie ihren Titel über 60 Meter Hürden an die Niederländerin Nadine Visser (7,87) abgeben musste. "Mit Silber muss man sich nicht verstecken. Nadine hat eine gute Zeit hingelegt", sagte Roleder, die nach einem schwachen Start in 7,97 Sekunden immerhin noch Elwira Herman (Weißrussland/8,00) abfing.

Die bis dato weltbeste Weitspringerin der Saison, Maleika Mihambo, verpasste das Podium um einen Zentimeter. Sie musste Bronze Maryna Bech-Romantschuk aus der Ukraine (6,84 Meter) überlassen, Gold holte sich zum dritten Mal nacheinander Ivana Spanovic (Serbien/6,99).

Roleder: "Als Team gut verkauft"

Cindy Roleder gewinnt Silber im Hürdensprint bei der Leichtathletik EM in Glasgow

Cindy Roleder (l.) gewinnt Silber im Hürdensprint

"Ich denke, wir haben uns als Team gut verkauft", sagte Kapitänin Roleder. Am Freitag (01.03.2019) hatten bereits Kugelstoßer David Storl und 3000-Meter-Läuferin Konstanze Klosterhalfen Silber gewonnen.

Max Heß, früherer Freiluft-Europameister, gewann Bronze im Dreisprung. Der Chemnitzer kam auf eine persönliche Saisonbestleistung von 17,10 Metern und gewann damit die fünfte Medaille für das deutsche Team. Der Titel ging mit 17,29 Metern an Nazim Babajew aus Aserbaidschan vor dem Titelverteidiger Nelson Evora aus Portugal mit 17,11 Metern.

Klosterhalfen knapp am Rekord vorbei

Klosterhalfen blieb nur eineinhalb Sekunden über ihrem eigenen deutschen Rekord, mit Silber im Gepäck reist sie bestärkt in ihre neue Wahlheimat USA zurück. "Ich denke auf jeden Fall, dass ich stärker geworden bin. Ich habe mich schon auf vielen Ebenen verbessert", sagte sie. Gehandicapt war dagegen Mateusz Przybylko. Der Hochsprung-Europameister kam mit Problemen am rechten Sprungfuß nicht über Platz acht (2,18 Meter) hinaus.

Dennoch ließ sich der 26-Jährige mit Blick auf die Freiluft-Saison nicht entmutigen. "Ich weiß, da geht auf jeden Fall etwas", sagte der Leverkusener, der in der Qualifikation als einziger Athlet die 2,28 Meter gemeistert hatte: "Mein Ziel ist sowieso die WM in Doha, bis dahin will ich topfit sein."

red/dpa/sid | Stand: 03.03.2019, 21:49

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