Joshua Cheptegei läuft Weltrekord über 5.000 Meter

Joshua Cheptegei

Leichtathletik

Joshua Cheptegei läuft Weltrekord über 5.000 Meter

Joshua Cheptegei aus Uganda hat den 16 Jahre alten Weltrekord über 5.000 Meter in Monaco eindrucksvoll gebrochen. Beim Neustart der Diamond League machten auch deutsche Leichtathleten auf sich aufmerksam.

Joshua Cheptegei stand stolz neben der Anzeigetafel, "New WR" stand darauf in weißen Buchstaben auf blauem Grund: Der junge Mann aus Uganda war beim Diamond League-Meeting der Leichtathleten in Monaco gerade Weltrekord über 5.000 Meter gelaufen.

Der 23 Jahre alte Weltmeister über 10.000 Meter von 2019 schaffte die Distanz am Freitagabend (14.08.2020) in 12:35,36 Minuten. Die bisherige Bestzeit hatte der Äthiopier Kenenisa Bekele vor 16 Jahren mit 12:37,35 in Hengelo/Niederlande aufgestellt.

Monaco als gutes Pflaster für Cheptegei

Cheptegui sorgte damit beim Neustart in der Corona-Krise für einen Paukenschlag. "Ich habe einfach versucht, meinen Speed zu verbessern", sagte Cheptegei auf die Frage, was er in den vergangenen Monaten so getrieben habe. Für ihn war es das erste Rennen seit Februar, als er ebenfalls in Monaco den Weltrekord im 5-Kilometer-Straßenlauf pulverisiert hatte.

Diamond League - Cheptegei mit Weltrekord, Deutsche Läufer stark

Sportschau 14.08.2020 01:23 Min. Verfügbar bis 14.08.2021 ARD

"Ich wusste, dass Monaco einer dieser besonderen Orte ist, wo ich den Weltrekord brechen kann", sagte Cheptegei. Und es war nicht irgendein Weltrekord: Bekeles Zeit stand anderthalb Jahrzehnte in Stein gemeißelt, 2004 hatte er die Bestmarke seines noch größeren äthiopischen Landsmannes Haile Gebrselassie (12:39,36) auf 12:37,35 verbessert - niemand war seitdem näher als fünf Sekunden an diese Marke herangekommen.

Almas beweist starke Form

Eine starke Premiere in der Diamond League legte der deutsche 100-Meter-Meister Deniz Almas über 200 Meter hin. Der 23-Jährige vom VfL Wolfsburg sprintete mit der persönlichen Bestzeit von 20,64 Sekunden auf den dritten Platz hinter Weltmeister Noah Lyles aus den USA (19,76) und dessen jüngeren Bruder Josephus (20,30).

Damit stellte Almas sechs Tage nach seinen famosen 10,09 Sekunden bei den nationalen Titelkämpfen in Braunschweig über 100 Meter erneut seine gute Form unter Beweis. Er war nach der Absage des Olympia-Dritten Christophe Lemaitre aus Frankreich ins Starterfeld gerückt.

Reuther mit persönlicher Bestzeit

5.000 Zuschauer durften ins Stade Louis II, wo sich die Leichtathleten mit dem ersten großen Sportfest in Corona-Zeiten zurückmeldeten. Der Frankfurter Marc Reuther lief eine persönlichen Bestzeit über 800 Meter.

Der 24 Jahre alte deutsche Meister rannte die zwei Stadionrunden in 1:44,93 Minuten und belegte Rang sechs in einem Weltklassefeld. Reuthers bisherige Bestzeit stand bei 1:45,22. Er hatte bereits in der Hallensaison geglänzt. Das Rennen gewann Weltmeister Donovan Brazier aus den USA in 1:43,12 Minuten.

Lückenkemper wird Dritte über 100 Meter

Über 5.000 Meter setzte sich Weltmeisterin Hellen Obiri (Kenia) in 14:22,12 Minuten durch. Die WM-Dritte Konstanze Klosterhalfen aus Leverkusen hatte wegen einer Überlastungsreaktion im Beckenbereich diese Woche abgesagt.

Gleich zwei Deutsche standen über 100 Meter der Frauen im Startblock: Die Berlinerin Gina Lückenkemper belegte in 11,31 Sekunden Rang drei hinter der Schweizerin Ajla del Ponte (11,16) und Aleia Hobbs aus den USA (11,28). Die deutsche Vizemeisterin Rebekka Haase (Wetzlar) kam nach 11,47 Sekunden nur auf Platz sieben.

Stand: 14.08.2020, 22:35

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