Diamond League - Mihambo fliegt erneut über sieben Meter

Flog beim dritten Wettkampf in Folge über sieben Meter: Malaika Mihambo

Diamond League in London

Diamond League - Mihambo fliegt erneut über sieben Meter

Malaika Mihambo beherrscht weiter die Weitsprung-Szene, Konstanze Klosterhalfen kratzte an der Vier-Minuten-Marke: Die deutschen Leichtathletinnen haben beim Diamond-League-Meeting in London überzeugt.

"Das war wirklich gut, auch wenn es starken, wechselnden Gegenwind gab", sagte Europameisterin Mihambo, die im Olympiastadion im dritten Wettkampf in Folge über sieben Meter sprang und gut zwei Monate vor der WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) ihren Status als Nummer eins der Welt untermauerte. Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz siegte mit 7,02 m überlegen vor der viermaligen Weltmeisterin Brittney Reese aus den USA (6,82).

"Ich konnte den Wettkampf genießen und bin richtig froh, dass ich hier gewonnen habe. Jetzt geht es sofort wieder in die Vorbereitung auf die DM in zwei Wochen", sagte Mihambo, die ihre im Juni in Rom erzielte Bestweite von 7,07 Meter nur knapp verpasste. In Dessau war sie 7,05 m gesprungen.

Lückenkämper und Klosterhalfen werden Fünfte

Zwei deutsche Sprinterinnen bei der Diamond League im Finale, das hat Seltenheitswert - und war am Sonntag dennoch Realität: Über 100 Meter kam Gina Lückenkemper in Saisonbestzeit von 11,14 Sekunden auf Platz fünf. Tatjana Pinto wurde in 11,28 Achte, die Paderbornerin hatte sich aber im Vorlauf mit 11,12 Sekunden an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste gesetzt.

Bereits am Samstag hatte Deutschlands Mittelstrecken-Hoffnung Klosterhalfen bei ihrer Rückkehr nach Europa gute Ansätze gezeigt, ihr fehlte aber ein wenig die Frische. Nach einer mutigen Attacke wurde sie über ihre Paradestrecke 1.500 Meter noch auf Platz fünf durchgereicht.

"Ich bin nicht ganz zufrieden. Ich hatte auf einen langen Spurt gehofft, das ist aber nicht aufgegangen", sagte Klosterhalfen. Bei ihrem ersten Europa-Start in der WM-Saison lief die in Oregon trainierende Leverkusenerin gute 4:00,43 Minuten, auf der Schlussbahn war die britische Siegerin Laura Muir (3:58,25) aber deutlich stärker.

Harting nur auf Rang sieben

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting kam nach fast fünfwöchiger Wettkampfpause mit mäßigen 63,81 Metern auf Rang sieben und blieb deutlich hinter seiner Saisonbestleistung (66,01) zurück. Den Sieg im Londoner Olympiastadion sicherte sich der schwedische Jahresweltbeste Daniel Stahl mit dem Meetingrekord von 68,56 Metern.

Christoph Harting

Christoph Harting

Im Speerwerfen verpasste Europameisterin Christin Hussong in London den zweiten Diamond-League-Erfolg ihrer Karriere. Die Siegerin von Lausanne musste sich mit guten 65,73 Metern als Dritte der weißrussischen Ex-Europameisterin Tatjana Chaladowitsch (66,10) und der Australierin Kelsey-Lee Barber (65,85) geschlagen geben.

Zwei Europarekorde an einem Tag

Für die überragende Leistung sorgte der Norweger Karsten Warholm mit einem Europarekord über 400 Meter Hürden. Der 23-Jährige, der 2017 an gleicher Stelle Weltmeister geworden war, lief bei seinem überlegenen Sieg in 47,12 Sekunden 21 Hundertstel schneller als bei seiner bisherigen Bestmarke, die er am 13. Juni in Oslo aufgestellt hatte.

Ebenfalls einen Europarekord lief die Niederländerin Sifan Hassan, die als Dritte über 5.000 Meter rund anderthalb Sekunden unter der bisherigen Bestmarke der Russin Lilija Schobuchowa aus dem Jahr 2008 (14:23,75) blieb. Siegerin in London wurde Kenias Weltmeisterin Hellen Obiri in der Jahresweltbestzeit von 14:20,36 Minuten.

Stand: 21.07.2019, 17:15

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