Kanu-WM - Deutsche Kanuten holen zwei Goldmedaillen

Kanu: Deutscher Vierer holt WM-Gold Sportschau 26.08.2019 00:24 Min. Verfügbar bis 26.08.2020 Das Erste

Weltmeisterschaften in Ungarn

Kanu-WM - Deutsche Kanuten holen zwei Goldmedaillen

Erfolg im Zweier und im Vierer: Die deutschen Kanuten haben bei der WM in Szeged am Sonntag (25.08.2019) gleich zwei Goldmedaillen eingefahren. Sebastian Brendel verpasste im Canadier-Einer dagegen das Podest.

Das deutsche "Generationenboot" Max Hoff/Jacob Schopf holte im Kajak-Zweier ein Jahr vor den Sommerspielen in Tokio den Titel vor den Teams aus Spanien und Frankreich. Das Duo sitzt erst seit Mai in einem Boot. Wegen des großen Altersunterschieds hat der Deutsche Kanu-Verband (DKV) den Zweier "Generationenboot" getauft, Schopf nennt Hoff mit einem Augenzwinkern gerne seinen "Daddy". "Im Ziel haben alle gebrüllt. Die Menge hat gebrüllt, wir haben gebrüllt, ich war irgendwie ganz neben mir", sagte Hoff.

Vierer holt erneut Gold

Der deutsche Kajak-Vierer der Männer hat in Ungarn zum dritten Mal in Folge Gold gewonnen. Die Olympiasieger Max Rendschmidt und Tom Liebscher, der Rio-Dritte Ronald Rauhe und Max Lemke setzten sich nach 500 Metern gegen den ewigen Rivalen Spanien durch, Bronze ging an die Slowakei. Für Rekordweltmeister Rauhe war es der insgesamt 16. WM-Titel.

Routinier Rauhe nach dem Titelgewinn: "Es war Nervosität dabei"

Sportschau 25.08.2019 01:59 Min. Verfügbar bis 25.08.2020 ARD

Es waren die einzigen Medaillen in den zwölf olympischen Klassen für den DKV, der sich aber über 15 von 18 möglichen Quotenplätzen für Tokio 2020 (zehn im Kajak, fünf im Canadier) freuen durfte. "Das war eine ordentliche WM mit noch Luft nach oben. Unser Primärziel haben wir mit den 15 Quotenplätzen fast erreicht. Bis Tokio bleibt noch Einiges zu tun, aber wir können optimistisch sein, dass wir da auch unsere Medaillen holen werden", sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko.

Kanu-EM in Szeged - die Entscheidungen des Tages Sportschau 25.08.2019 13:47 Min. Verfügbar bis 25.08.2020 Das Erste

Brendel auf seiner Paradestrecke geschlagen

Der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel ging auf seiner Paradestrecke über 1.000 Meter leer aus. Der Titelverteidiger musste sich in Ungarn mit Rang vier begnügen und verlor erstmal seit 2014 ein großes Rennen auf der olympischen Canadier-Distanz. Gold ging an den Brasilianer Isaquias Queiroz vor Tomasz Kaczor (Polen) und Adrien Bart (Frankreich). "Die Enttäuschung ist riesengroß. Ich hatte mir auf jeden Fall eine Medaille vorgenommen und das nicht erreicht. Die Bedingungen waren fair, daran lag es nicht. Am Ende hat ein bisschen gefehlt", sagte Brendel. Anschließend tröstete er sich mit dem Sieg auf der nicht olympischen 5.000-Meter-Langstrecke. Da setzte er sich vor Balazs Adolf (Ungarn) durch und gewann den "Marathon" zum sechsten Mal in Folge.

Fünf Hundertstelsekunden fehlten

Brendel hätte ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio den WM-Rekord von fünf Titeln in Folge über 1.000 Meter einstellen können, zum Podest fehlten ihm nur fünf Hundertselsekunden. Am Samstag hatte der 31-Jährige, der in der Weltcupsaison ohne Podestplatz geblieben war, über die nichtolympischen 500 Meter seine insgesamt elfte WM-Goldmedaille gewonnen.

Kanu-WM - Brendel im Endspurt zur Goldemdaille Sportschau 24.08.2019 00:49 Min. Verfügbar bis 24.08.2020 Das Erste

sid/dpa | Stand: 25.08.2019, 12:15

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