Hockey-Bundesliga: Mehr Spannung durch neuen Modus

Lukas Windfeder von Uhlenhorst Mülheim

Damen und Herren

Hockey-Bundesliga: Mehr Spannung durch neuen Modus

Von Jan Wochner

Die Jagd auf die blauen Wimpel für die deutschen Meister ist eröffnet: Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren starten die neuen Spielzeiten in der Hockey-Bundesliga. Für mehr Spannung im Titelkampf gibt es bei Frauen und Männern einen neuen Modus.

Hockey-Fans dürften zum Start der Feldsaison 2019/20 am Samstag (07.09.2019) auf einige Neuerungen gespannt sein. Die Bundesligen haben sich einen neuen Modus verpasst. Auf Wunsch der Vereine wächst die Zahl der Entscheidungsspiele, die Liga hat Playoffs wieder eingeführt. Zunächst spielen alle Teams aber in einer Hauptrunde eine Vorrunde im System "Jeder gegen Jeden". Für die Rückrunde wird die Liga in zwei Sechsergrupen geteilt. Nach den fünf Gruppenspielen geht es dann im Frühjahr über Kreuz in ein Viertelfinal-Playoff.

Der Titel für Frauen und Männer wird schließlich beim Final Four am 23. und 24. Mai 2020 in Mannheim vergeben. Die beiden Absteiger werden in den ebenfalls neu eingeführten Playdowns ausgespielt.

"Wir sind sehr glücklich darüber, dass die Umsetzung nach langer, intensiver und arbeitsreicher Zeit nun im Sport angekommen ist und sind uns sicher, dass sich die Erhöhung der Anzahl an Entscheidungsspielen positiv auf die Zuschauerentwicklung auswirken wird", sagt Bernd Schuckmann, der die Arbeitsgruppe der Bundesligavereine geleitet hatte: "Dieser Playoff-Modus definiert vor der Saison eindeutig und fair die Qualifikation für die Playoffs und durch eine Optimierung im Vergleich mit dem vor einigen Jahren wieder abgeschafften Playoff-Modus werden die gleiche Anzahl an Heim- und Auswärtsspielen garantiert."

Feldhockey - Prognosen zur neuen Bundesliga-Saison

Sportschau 03.09.2019 02:33 Min. Verfügbar bis 03.09.2020 ARD

Favoriten sind die üblichen Verdächtigen

Ganz unabhängig vom Spielmodus tummeln sich im Kreis der Titelanwärter sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die üblichen Verdächtigen. Bei den Damen führt der Weg zur deutschen Krone nur über Titelverteidiger Club an der Alster aus Hamburg, der sich im Sommer noch einmal verstärkt hat. Gute Chancen werden auch Vizemeister Düsseldorfer HC sowie dem UHC Hamburg und dem Mannheimer HC eingeräumt.

Rot-Weiß Köln komplettiert das Quintett der heißen Titelanwärter, die Rheinländerinnen haben durch die späte Verpflichtung der deutschen Nationalspielerinnen Nike Lorenz und Cecile Pieper aus Mannheim ihre Chancen auf den letzten Drücker erheblich verbessert.

Rekordmeister Mülheim mit vielen Nachwuchstalenten

"Die beiden Wechsel kamen eher unverhofft und relativ kurzfristig. Wir freuen uns auf zwei sportlich und menschlich wertvolle Persönlichkeiten. Die Herausforderung wird nun sein, sie schnellstmöglich in unsere Mannschaft zu integrieren", sagte Kölns Damen-Trainer Markus Lonnes. Die Herren von Rot-Weiß rechnen sich mit ihrem starbesetzten Kader ebenfalls gute Chancen auf den Titel aus. Acht deutsche Nationalspieler im Aufgebot sprechen für sich.

Rekordmeister Uhlenhorst Mülheim geht das Projekt Titelverteidigung mit einer Rasselbande an. Die Mannschaft besteht zu großen Teilen aus klubeigenen Nachwuchstalenten. Der Altersdurchschnitt des Teams liegt bei gerade einmal 22,2 Jahren. Der niederländische Trainer Omar Schlingemann hat es aber in der vergangenen Saison geschafft, den Erfahrungsnachteil seiner Mannschaft durch die hohe individuellen Fähigkeiten und den jugendlichen Elan seiner Spieler aufzuwiegen. Wie im Vorjahr dürften Mülheims größte Konkurrenten neben Köln aus Mannheim und Hamburg (Alster, UHC und Harvestehude) kommen. Ende Mai stehen die neuen deutschen Meister dann fest.

Stand: 06.09.2019, 08:10

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