Hockey-WM - Deutschland scheitert an Belgien

Hockey-WM - Deutschland scheitert im Viertelfinale an Belgien Morgenmagazin 14.12.2018 00:58 Min. Verfügbar bis 14.12.2019 Das Erste

Turnier in Indien

Hockey-WM - Deutschland scheitert an Belgien

Die deutschen Hockey-Männer haben bei der WM in Indien den Einzug ins Halbfinale verpasst. Das Team scheiterte an Belgien.

Enttäuschung für die deutschen Hockey-Asse, der Traum vom dritten WM-Triumph ist jäh geplatzt. Das Team von Bundestrainer Stefan Kermas scheiterte im indischen Bhubaneswar bereits im Viertelfinale. Durch die 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den Olympia-Silbermedaillengewinner Belgien verpasste die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) nach 2014 zum zweiten Mal nacheinander das Halbfinale bei einer Weltmeisterschaft - das gab es noch nie.

Belgien dreht das Spiel

Dieter Linnekogel traf nach Vorlage von Tom Grambusch zur Führung (14.), Belgien schlug vier Minuten später per Strafecke von Alexander Hendrickx zurück (18.) und drehte Anfang des vierten Viertels das Spiel durch ein Tor von Tom Boon (50.).

Deutschland scheitert im Viertelfinale

Sportschau 13.12.2018 00:58 Min. Verfügbar bis 13.12.2019 ARD

Kapitän Martin Häner und Co. kamen gegen den Dritten der Weltrangliste gut in die Partie, insbesondere Florian Fuchs setzte früh Akzente. Nach der Führung zeigte auch Torhüter Tobias Walter in einer Druckphase der Belgier seine Klasse (15.). "Das Risikomanagement wird entscheidend sein", hatte Kermas vor dem Anpfiff gesagt und eine bessere Balance als beim 5:3 zum Vorrundenabschluss gegen Außenseiter Malaysia gefordert. Seine Mannschaft, im Gegensatz zu den Belgiern direkt ins eingezogen, setzte die Marschroute gegen die starken "Roten Teufel" konsequent um.

Geschickt verteidigt

Im zweiten Viertel dominierte Belgien allerdings mehr und mehr. Das Team von Trainer Shane McLeod drängte entschlossen in den Kreis und erarbeitete sich immer wieder Strafecken. Walter, der beim 1:1 etwas unglücklich agierte, musste immer wieder eingreifen und verhinderte einen Rückstand.

Deutschlands Florian Fuchs in Bedrängnis

Deutschlands Florian Fuchs in Bedrängnis

Die deutsche Mannschaft müsse "mutiger in den Schusskreis eindringen und Strafecken herausholen", sagte der zweimalige Olympiasieger Moritz Fürste. Anfang der zweiten Hälfte agierte das Team von Kermas viel präsenter in der Offensive, Niklas Wellen und Timm Herzbruch spielten ihr Tempo aus, Torjäger Marco Miltkau strahlte im Sturmzentrum nun mehr Gefahr aus. Der Weltmeister von 2002 und 2006 wartete allerdings weiter auf seine erste kurze Ecke, Belgien verteidigte geschickt.

Im Schlussabschnitt nahm die Spannung zu, beide Kontrahenten forderten sich weiter athletisch und taktisch. Nach dem 2:1 der Belgier fand die deutsche Mannschaft jedoch kein Rezept mehr gegen die engmaschige Verteidigung des Gegners.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 13. 12.2018, ab 22.50 Uhr

dpa/red/sid | Stand: 13.12.2018, 13:45

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