Kais al Saadi neuer Bundestrainer der Hockey-Männer

Neuer Hockey-Bundestrainer Kais Al Saadi

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Kais al Saadi neuer Bundestrainer der Hockey-Männer

Kais al Saadi wird neuer Bundestrainer der deutschen Hockey-Herren. Zunächst soll er bis zu den Olympischen Spielen in Tokio im Amt sein.

Der 42 Jahre alte Hamburger, der 25 Jahre lang diverse Teams des Uhlenhorster HC Hamburg betreut hat, tritt die Nachfolge des im September zurückgetretenen Stefan Kermas an, teilte der Deutsche Hockey-Bund (DHB) am Montag (04.11.2019) mit.

Zunächst bis zu den Spielen in Tokio im Amt

"Kais ist eine hervorragende Besetzung für diese Aufgabe, weil er alles mitbringt, was man für das Bundestraineramt braucht", sagte DHB-Sportdirektor Heino Knuf. Al Saadi übernimmt den Posten zunächst bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, für die sich die DHB-Herren am Wochenende in Mönchengladbach unter Interimscoach Markus Weise qualifiziert hatten.

Al Saadi sprach von einer "ebenso ehrenvollen wie extrem herausfordernden Aufgabe", hieß es in einer Mitteilung des DHB. "Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Erfahrung aus Bundesliga und internationalem Hockey etwas bewegen kann. Viele der Spieler kenne ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit", sagt al Saadi. "Ich komme jetzt zwar als Außenstehender, bin aber gleichzeitig doch Insider - das ist eine gute Ausgangsposition."

Interimstrainer wird Stützpunktleiter

Al Saadi soll mit seinem Funktionsteam dafür sorgen, dass die DHB-Auswahl in Tokio ein Medaillenkandidat sein wird. Weise will ihn dabei in seiner neuen Funktion als Stützpunktleiter Hamburg unterstützen. Der frühere Bundestrainer Weise hatte nach dem Rücktritt Kermas' das Amt interimsweise übernommen. Der neue Trainer übernimmt einen fertigen Kader, der dringend Führungsstärke benötigt.

Weise hinterlässt eine aufgerichtete Mannschaft. "Ich habe großes Vertrauen in das Team. Man muss es lenken, aber es ist alles da, was man braucht", sagte Weise. Der erfolgreichste Coach der deutschen olympischen Teamsport-Geschichte (Gold 2004 mit den Damen, 2008 und 2012 mit den Herren) schaffte es in kurzer Zeit, dem Kader Wettkampfstabilität zu verschaffen. Während unter Kermas seit 2016 jedes Entscheidungsspiel verloren ging, gelang unter dem Rückkehrer mit dominanten Auftritten gegen Österreich (5:0 und 5:3) die sichere Olympia-Qualifikation.

nch/dpa | Stand: 04.11.2019, 12:22

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