THW Kiel schlägt Aalborg - Sagosen zerlegt Ex-Club

Sander Sagosen vom THW Kiel

NDR-Sport

THW Kiel schlägt Aalborg - Sagosen zerlegt Ex-Club

Von Ingmar Deneke

In der Handball-Champions-League setzte sich der THW mit 31:23 beim dänischen Meister Aalborg Handbold durch.

Der deutsche Handball-Meister THW Kiel setzte in der Champions-League ein dickes Ausrufezeichen und gewann beim bisher ungeschlagenen dänischen Meister Aalborg Handbold mit 31:23 (17:9).

Drei Tage nach dem starken Derby-Sieg in der Bundesliga gegen die SG Flensburg-Handewitt konnten die Kieler erneut überzeugen. Besonders im Fokus stand dabei Sander Sagosen. Der neue THW-Superstar, der nach Verletzungspause gegen Flensburg sein Comeback gefeiert hatte, stand in der Startformation und brillierte mit elf Treffern. Für den Norweger war es so etwas wie eine Reise in die Vergangenheit. Der 25-Jährige spielte von 2014 bis 2017 für Aalborg und reifte dort zum Weltklasse-Handballer.

Überragend: Sagosen vorne, Landin hinten

Die Kieler, in der Offensive angeführt vom spielfreudigen Sagosen und mit ihrem starken Rückhalt Niklas Landin im Tor, dominierten den dänischen Meister in der Anfangsphase und ließen kaum Gegentore zu (5:2). Landin knüpfte nahtlos an seine überragende Derby-Leistung an und kam in den ersten zehn Minuten bereits auf fünf Paraden.

Stenogramm: Aalborg Handbold - THW Kiel 23:31 (9:17)

Tore Aalborg: Christensen (6), Samuelsson (5), Juul-Lassen (3), Christiansen (2), A. Jensen (2), M. Jensen (2), Sandell (2), Antonsen (1)
Tore Kiel: Sagosen (11), Ekberg (6), Duvnjak (2), Reinkind (2), Sunnefeldt (2), Zarabec (2), Calvert (1), M. Landin (1), Quenstedt (1), Pekeler (1), Weinhold (1), Wiencek (1)
Zuschauer: 400

Bis zur Halbzeit hielten die Gäste die Dänen nicht nur auf Distanz, sondern bauten den Vorsprung sogar aus (17:9). Ende des Durchgangs war Dario Quenstedt ins THW-Tor gekommen und hielt ähnlich gut wie zuvor Landin.

THW feiert dritten Sieg im vierten Spiel

Quenstedt blieb nach der Pause im Kasten und machte seine Sache weiterhin sehr gut. Und vorne marschierte der unwiderstehliche Sagosen. Bei seinen blitzschnellen Bewegungen war von seiner Leistenverletzung nichts mehr zu sehen. Auch eine doppelte Unterzahl konnte die "Zebras" nicht aufhalten (21:12/40.). In der Schlussviertelstunde wechselte THW-Trainer Filip Jicha durch und gönnte seinen Leistungsträgern Verschnaufpausen. Vermehrt schlichen sich nun leichte Fehler ins Kieler Spiel ein und der Vorsprung schmolz (27:22/56.). Nach einer Auszeit brachte der deutsche Meister den Sieg aber souverän ins Ziel. Es war der dritte Erfolg im vierten Spiel der Gruppe B.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 21.10.2020 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 22.10.2020, 09:04

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