Knifflige Aufgabe für DHB-Frauen gegen Kroatien

Handball-Frauen-Nationalmannschaft:Kim Naidzinavicius

WM-Qualifikation

Knifflige Aufgabe für DHB-Frauen gegen Kroatien

Nach dem Remis im Hinspiel steht die deutsche Frauenhandball-Nationalmannschaft vor einer kniffligen Aufgabe in der WM-Qualifikation gegen Kroatien. Mit einem Sieg in Hamm will das Team das Ticket für das Turnier in Japan lösen.

Angespannt, nachdenklich, fokussiert - die Stimmung im Lager der deutschen Handball-Frauen war alles andere als erleichtert, nachdem die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener am Sonntag ein 24:24-Remis vor 2.500 Zuschauern in Koprivnica erzielt hatte. "Das war nicht genug, bis Mittwoch haben wir noch einiges aufzuarbeiten", meinte der Nationalcoach mit ernster Miene nach dem Hinspiel.

Gute Basis für das Rückspiel

Dabei ist das Remis in dem Playoff-Duell kein schlechtes Resultat und eine ordentliche Basis für das Rückpiel in Hamm am Mittwoch (05.06.2019, 18.30 Uhr). Ein Sieg vor eigenem Publikum, und Deutschland ist sicher bei der Weltmeisterschaft dabei.

Deutschland trotz durchwachsener Leistung auf WM-Kurs

Sportschau 04.06.2019 01:04 Min. Verfügbar bis 04.06.2020 ARD

Handball-Frauen-Nationalmannschaft: Henk Groener

Bundestrainer Henk Groener war nicht ganz zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Kroatien

"Klar, es hängt viel von diesem Spiel ab", sagte Groener, "aber wenn man anfängt, über die Bedeutung des Spiels nachzudenken, brauchen wir erst gar nicht aufzulaufen." Die bedeutung der Partie betonte auch DHB-Sportvorstand Axel Kromer: "Es geht um unglaublich viel für den Frauenhandball, weil gerade dort viel über öffentliche Förderung funktioniert. Wir als Verband verspüren da sicherlich einen ganz großen Druck", sagte Kromer. 

Vorbereitung in Kamen-Kaiserau

In Koprivnica hatte Deutschland bis kurz vor Schluss mit drei Toren geführt, ehe einige Unkonzentriertheiten noch zum Ausgleich der Kroatinnen führten. Und so waren die deutschen Spielerinnen sauer, dass nicht der erhoffte Auswärtssieg heraussprang. "Es war auf jeden Fall ein verlorener Punkt. Wir haben zu keiner Sekunde zu unserem Spiel gefunden", sagte Rückraumspielerinnen Kim Naidzinavicius. Und auch Kreisläuferin Julia Behnke meinte: "Wir haben uns natürlich einen Sieg erhofft, und somit ist das schon ein bisschen bitter."

In der Sportschule Kamen-Kaiserau, nur 20 Kilometer vom Spielort Hamm entfernt, bereitet sich die DHB-Crew nun auf das Spiel am Mittwoch vor. Groener wird wohl vor allem spieltaktische Varianten einüben. "Wir müssen einfach, wie über weite Teile in der zweiten Halbzeit, mehr Konsequenz zeigen und Lösungen finden, uns mit unserer Abwehr durchzusetzen. Dann werden wir die Kroatinnen auch besser im Griff haben", sagte Groener.

mick/sid | Stand: 04.06.2019, 13:35

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