Handballer schlagen Polen und lösen EM-Ticket

Fabian Böhm gegen Polen

EM-Qualifikation

Handballer schlagen Polen und lösen EM-Ticket

Die deutschen Handballer haben sich für die Europameisterschaft 2020 qualifiziert. Das DHB-Team setzte sich in Halle/Westfalen glanzlos gegen Polen durch.

Am Ende gewann die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am Samstag (13.04.2019) mit 29:24 (16:16). Mit nun 8:0-Punkten ist die DHB-Auswahl in ihrer Gruppe nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen, die sicher zur Teilnahme am Turnier im kommenden Januar in Norwegen, Schweden und Österreich berechtigen.

Schwache erste Halbzeit

"Danke an das Publikum in Halle. Das war eine tolle Kulisse und ein bisschen WM-Feeling. Das wollen wir so lange wie möglich aufrechterhalten", sagte Prokop. Nicht zufrieden war der Coach mit der ersten Halbzeit. "Da haben wir vor allem in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff bekommen", sagte Prokop.

Uwe Gensheimer bejubelt Tor gegen Polen

Uwe Gensheimer bejubelt Tor gegen Polen

Bester Werfer der deutschen Mannschaft war Kapitän Uwe Gensheimer mit zehn Treffern. Mit 828 Toren ist der 32-Jährige nun drittbester Torjäger in der DHB-Historie.

Nur Gensheimer und Heinevetter in guter Form

Außer Gensheimer fand aber nahezu keiner der deutschen Spieler zu seiner Topform. In der Offensive vergab die DHB-Auswahl teils beste Gelegenheiten - und auch in der Abwehr offenbarte Prokops Mannschaft vor allem im ersten Durchgang ungewohnte Schwächen. Schon zur Halbzeit hatte der WM-Vierte 16 Gegentore kassiert und damit beinahe so viele wie beim souveränen 26:18-Hinspielerfolg in Polen am vergangenen Mittwoch insgesamt. Dass es nicht noch mehr Gegentreffer waren, lag an Torhüter Silvio Heinevetter, der gerade in der Anfangsphase gute Paraden zeigte.

Ansonsten haperte es im deutschen Spiel an vielen Stellen. Prokop hatte vor der Partie Torgefahr aus dem Rückraum gefordert, aber Fabian Böhm und Steffen Weinhold sowie die Kreisläufer Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek verpassten es, für eine beruhigende Führung zu sorgen. Die Polen dagegen nutzten viele ihrer Gelegenheiten und lagen nach zehn Minuten erstmals in Front. Erst drei Minuten vor der Pause konnte die DHB-Auswahl das Spiel wieder zu ihren Gunsten drehen - aber die teils erschreckende Chancenverwertung setzte sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs fort.

Handball-Boom nach der WM - Vorbild Nationalteam Sportschau 10.04.2019 01:59 Min. Verfügbar bis 10.04.2020 Das Erste

Spielerische Mängel bei Polen

Immer wieder scheiterten die Würfe aus dem Rückraum an Polens phasenweise überragendem Torhüter Mateusz Kornecki. Dass die international zweitklassigen Gäste nicht davonzogen, lag allein an ihren spielerischen Mängeln. Stattdessen fand die DHB-Auswahl zumindest etwas besser ins Spiel und baute ihre Führung aus. Mit Blick auf die EM hat Prokops Mannschaft bis auf Gensheimer und den auch im zweiten Durchgang starken Heinevetter aber noch großes Steigerungspotenzial.

Statistik

Handball · EM-Qualifikation · Gruppe 1

Samstag, 13.04.2019 | 14.00 Uhr

Flagge Deutschland

Deutschland

Heinevetter, Wolff – K. Häfner (2), Weinhold (4), Wiede (2), Suton (1), Böhm (3), Drux (1), Fäth (1), Michalczik – Groetzki, Gensheimer (10/5), Musche – Kohlbacher (2), Pekeler (1), Wiencek (2)

29
Flagge Polen

Polen

Kornecki, Morawski – Przybylski (4), Szpera, Szyba, Pilitowski (2), Chrapkowski, T. Gebala (2), Przytula – Daszek (6/4), Moryto (4), Jarosiewicz (2), Krajewski (1) – M. Gebala (1), Syprzak (1), Walczak (1)

24

Fakten und Zahlen zum Spiel

Deutschland Polen
Siebenmeter 5 Würfe, 5 Treffer 5 Würfe, 4 Treffer
Strafminuten 8 Min. 4 Min.

Zuschauer:

  • 10.400

Schiedsrichter:

  • Nikolov (Mazedonien), Nachevski (Mazedonien)

Stand der Statistik: Samstag, 13.04.2019, 16:26 Uhr

sid/dpa | Stand: 13.04.2019, 16:11

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