Hauchdünne Niederlage für deutsche Handballerinnen

Laura Szabo gegen Xenia Smits

EM in Frankreich

Hauchdünne Niederlage für deutsche Handballerinnen

Die deutschen Handballerinnen haben bei der EM in Frankreich einen Rückschlag hinnehmen müssen und die Halbfinalteilnahme nicht mehr in der eigenen Hand.

Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener verlor ihr zweites Hauptrundenspiel gegen den EM-Zwölften Ungarn am Sonntag (09.12.2018) mit 25:26 (10:12), darf mit nun 4:4-Punkten aber weiter auf die erste Teilnahme an einem EM-Halbfinale seit zehn Jahren hoffen. Doch es ist tatsächlich nur ein Hoffen - denn die Halbfinalteilnahme ist nach der Niederlage in weite Ferne gerückt.

Voraussetzung dafür ist ein Sieg im abschließenden Spiel gegen die Niederlande am Mittwoch (21 Uhr). Zudem ist die junge deutsche Mannschaft auf Schützenhilfe angewiesen.

Neun Tore von Alicia Stolle

Beste Torschützin in Nancy war Alicia Stolle mit neun Treffern. Offensiv traf die nervös wirkende deutsche Mannschaft immer wieder die falschen Entscheidungen und litt unter ausbleibenden Spielglück. Dreimal flog der Ball innerhalb der ersten 20 Minuten an die Latte. Dennoch gelang es dem Team, mit einer guten und leidenschaftlichen Deckung das Spiel offen zu halten.

Kreisläuferin Meike Schmelzer erzielte mit dem 7:7 (20. Minute) den Ausgleich, Alina Grijseels mit dem 8:7 (22.) die erste deutsche Führung. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem die DHB-Auswahl trotz mehrerer Fehler im Angriff kämpferisch nie aufsteckte. Am Ende schwankte die Partie hin und her - ohne Happy End für das deutsche Team.

Kapitänin Julia Behnke ärgert sich

"Das ist natürlich enttäuschend. Wir waren vor dem Spiel auf Schlagdistanz, das ganze Spiel war eng", sagte Kapitänin Julia Behnke: "Dann so ein Tor am Ende zu bekommen, auch Abpraller, die nicht in unsere Hände fallen, sondern zu schnellen Gegentoren führen, ist natürlich sehr ärgerlich."

Zum Auftakt in die zweite Turnierphase hatte sich Deutschland souverän gegen Spanien (29:23) durchgesetzt, in der Vorrunde gelang ein 33:32-Erfolg gegen Titelverteidiger Norwegen. Die erste Niederlage im Turnierverlauf hatte es gegen Rumänien (24:29) gegeben.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 9.12., ab 22.50 Uhr

dpa/sid | Stand: 09.12.2018, 16:38

Darstellung: