Deutsche Handball-Frauen verlieren Krimi gegen Serbien

DHB-Frauen verlieren knapp gegen Serbien Sportschau 09.12.2019 01:17 Min. Verfügbar bis 09.12.2020 Das Erste

Handball-WM der Frauen

Deutsche Handball-Frauen verlieren Krimi gegen Serbien

Die deutschen Handball-Frauen haben bei der WM in Japan die zweite Niederlage kassiert. Am Montagmorgen (09.12.2019) deutscher Zeit unterlag das DHB-Team der Mannschaft aus Serbien in letzter Sekunde mit 28:29 (17:19).

Evgenija Minevskaya

Evgenija Minevskaya

Der entscheidende Treffer für die Serbinnen fiel zwei Sekunden vor Schluss per Siebenmeter. Damit hat Deutschland zunächst das Ticket für das Olymia-Qualifikationsturnier verpasst. Nach der ersten Niederlage gegen Serbien überhaupt kommt es für die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener nun auf das abschließende Hauptrunden-Duell mit Norwegen am Mittwoch (12.30 Uhr) an. Auch der Einzug ins WM-Halbfinale ist für das deutsche Team weiter möglich.

Henk Groener: "Nicht clever genug"

"Das ist total enttäuschend. Wir haben über 60 Minuten nicht gut in die Deckung gefunden", sagte Kreisläuferin Julia Behnke. Auch Groener erkannte in der ersten Hälfte große Defizite im Deckungsspiel seines Teams und sprach von einer "bitteren" Niederlage. "Wenn man nicht clever genug ist, holt man hier am Ende keine Punkte", sagte der Niederländer. 

Mit Tränen in den Augen nahm Außenspielerin Amelie Berger die Auszeichnung als beste Spielerin der Partie entgegen: "Mir fehlen die Worte, das müssen wir erst verarbeiten, aber wir haben noch eine Chance." Berger war neben Evgenija Minevskaja mit sechs Toren beste deutsche Werferin, leistete sich beim Stand von 28:28 in der letzten Spielminute allerdings auch einen entscheidenden Fehlwurf.

Schwache erste Halbzeit

Zu Beginn des Spiels tat sich die deutsche Mannschaft bereits sehr schwer. Bis auf 12:7 zogen die Serbinnen davon (18. Minute) und hatten die Möglichkeit, die Führung auf sechs Tore auszubauen. Doch dazu kam es nicht. Stattdessen kämpften sich die DHB-Ladys wieder heran und hatten bei 15:15 (28.) durch ein Tor von Kim Naidzinavicius den Ausgleich hergestellt.

Nach dem Wechsel blieb es sehr ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Bei Deutschland sorgte die starke Amelie Berger mit ihrer linken "Klebe" immer wieder für die nötigen Tore. Berger gelang auch für die erste deutsche Führung beim 21:20 (37.).

Matchbälle verpasst

In der "Crunchtime" sah es zunächst gut aus für die Mannschaft von Trainer Henk Groener. Alicia Stolle brachte mit ihren ersten beiden Treffern in diesem Spiel Deutschland mit 27:26 und 28:27 in Führung. Es sollte nicht reichen. Die DHB-Frauen ließen die letzten beiden Angriffe ungenutzt, Serbien schlug zweimal zu und hatte das Match gewonnen.

mick/sid | Stand: 09.12.2019, 09:04

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