Handball-WM - Deutschland verpasst das Halbfinale

Handball-WM - Deutschland verliert gegen Norwegen Sportschau 11.12.2019 01:10 Min. Verfügbar bis 11.12.2020 Das Erste

Niederlage gegen Norwegen

Handball-WM - Deutschland verpasst das Halbfinale

Die deutschen Handball-Frauen haben bei der WM in Japan das Halbfinale verpasst. Gegen Norwegen gab es eine Niederlage. Jetzt geht es um Platz sieben und ein Ticket für eins der Olympia-Qualifikationsturniere.

Die Norwegerin Stine Bredal Oftedal (m.) setzt sich gegen die deutsche Abwehr durch.

Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener unterlag dem Rekord-Europameister zum Hauptrunden-Abschluss mit 29:32 (16:17).

Jetzt gegen Schweden

Statt nach der ersten Medaille seit WM-Bronze 2007 zu greifen, geht es für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Freitag (13.12.2019) gegen Schweden um Platz sieben und die Fortsetzung des Olympia-Traums. Beste deutsche Werferin am Mittwoch gegen Norwegen war Emily Bölk mit sechs Treffern. Ein Remis hätte zum ersten Halbfinal-Einzug bei einer WM seit zwölf Jahren gereicht.

"Es ist enttäuschend, dass wir es nicht geschafft haben", sagte Coach Groener: "Wir waren insgesamt nicht fit genug. Man hat gemerkt, die Mädels waren richtig müde. Das ist sehr schade. Norwegen hat ein starkes Spiel gemacht, aber wir haben denen das Leben richtig schwer gemacht bis zum Schluss. Jetzt gilt es, zu regenerieren und vorzubereiten auf das letzte Spiel."

Bundestrainer Groener: "Wir haben ihnen das Leben richtig schwer machen können" Sportschau 11.12.2019 00:51 Min. Verfügbar bis 11.12.2020 Das Erste

Naidzinavicius: "Enttäuschung pur"

"Enttäuschung pur", sagte Kapitänin Kim Naidzinavicius nach dem Abpfiff - und wurde deutlich: "Wir hatten zwei Matchbälle, um ins Halbfinale zu gehen. Jetzt spielen wir um Platz sieben. Wir starten so gut ins Turnier, und wenn es drauf ankommt, rufen wir unsere Leistung nicht mehr ab. Norwegen hat gezeigt, wie es geht, mit Drucksituationen umzugehen."

Durchschlagskraft fehlte

Im umgebauten Aqua Dome in Kumamoto hielt das deutsche Team die Partie gegen den norwegischen Olympiasieger von 2008 und 2012 bis in die Schlussphase spannend. Trotz eines unkonzentrierten Starts und fünf schnellen Gegentoren zu Beginn der zweiten Halbzeit (17:22) kämpften sich die DHB-Frauen wieder heran und hatten bis zum 29:31 (59.) alle Chancen auf eine weitere Überraschung. Doch am Ende fehlte im achten Turnierspiel vor allem in der Offensive die Durchschlagskraft. Mehrfach hatte Deutschland die Möglichkeit, auf ein Tor zu verkürzen, blieb aber an der norwegischen Deckung hängen.

Meike Schmelzer: "Herz und Leidenschaft haben gestimmt" Sportschau 11.12.2019 00:31 Min. Verfügbar bis 11.12.2020 Das Erste

sid/dpa | Stand: 11.12.2019, 14:00

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