Handball - Frauen-EM als "Fingerzeig" für Männerturnier

Frank Bohmann

Handball-Weltmeisterschaft

Handball - Frauen-EM als "Fingerzeig" für Männerturnier

Die Austragung der Handball-WM der Männer im Januar in Ägypten steht wegen der Coronakrise in der Kritik. Ob und wie gespielt werden kann - darüber erhofft sich die Handball-Bundesliga Aufschlüsse vom EM-Turnier der Frauen, das im Dezember in Dänemark gespielt wird.

"Die Frauen-EM in Dänemark könnte eine Blaupause, ein Fingerzeig, für das Männer-Turnier im Januar in Ägypten sein", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Sport-Informations-Dienst: "Da werden wir ganz genau hinschauen."

Bohmann: "Konzepte können sich bewähren"

Erst am Montag (23.11.2020), also zehn Tage vor dem EM-Start, hatten die Organisatoren grünes Licht für das erste Handball-Großturnier unter Corona-Bedingungen gegeben. Nach dem Rückzug von Co-Gastgeber Norwegen springt Dänemark als alleiniger Ausrichter ein.

"Hier können sich Konzepte bewähren, auch wenn in Ägypten die Herausforderung mit 32 Mannschaften aus der ganzen Welt nochmal sehr viel größer ist", sagte Bohmann. Die deutschen Handballerinnen haben zum Wochenstart mit der heißen Phase der Turniervorbereitung begonnen.

Schober: "Wir können weiter dazulernen"

In der Vorrundengruppe D trifft das DHB-Team in Kolding auf Rumänien (3. Dezember), Norwegen (5. Dezember) und Polen (7. Dezember). Zweiter Austragungsort ist Herning, wo auch das Finalwochenende über die Bühne gehen wird.

DHB-Vorstandschef Mark Schober verspricht sich durch das Frauen-Turnier wichtige Rückschlüsse für die Männer-WM. "Wir können weiter dazulernen. Da hilft die Frauen-EM an vielen Stellen", sagte Schober. Bohmann geht davon aus, "dass nach einer vor Weihnachten abgeschlossenen Frauen-EM und der weltweiten Pandemie-Entwicklung eine bessere Einschätzung von Risiken möglich ist"

sid | Stand: 24.11.2020, 14:55

Darstellung: