Final Four - Handball-Bundesliga "nicht mehr Spitze"

Dissinger mit Skopje beim Final Four in Köln Sportschau 31.05.2019 04:58 Min. Verfügbar bis 31.05.2020 Das Erste

Turnier in Köln

Final Four - Handball-Bundesliga "nicht mehr Spitze"

Der FC Barcelona, Telekom Veszprem, KS Kielce und Vardar Skopje spielen beim Final Four um die Krone im europäischen Handball. Deutsche Teams sucht man vergeblich. Bundestrainer Christian Prokop glaubt, die Gründe zu kennen.

Wenn am Samstag (01.06.2019) und Sonntag in Köln das Final-Four-Turnier in der Handball-Champions-League ausgetragen wird, sucht man deutsche Teams vergeblich. Für die Rhein-Neckar Löwen war, wie schon im Vorjahr, früh Schluss. Im Achtelfinale scheiterte man am HBC Nantes.

Für die SG Flensburg-Handewitt war eine Runde später Schluss - nach einer Viertelfinal-Pleite gegen Telekom Veszprem. Die Ungarn stehen nun im Final Four - und messen sich dort mit den Spitzenteams FC Barcelona (Spanien), KS Kielce (Polen) und Vardar Skopje (Nordmazedonien).

Spielplan Final Four
Halbfinale 1: 01.06.19, 15.15 UhrTelekom VeszpremKS Kielce
Halbfnale 2: 01.06.19, 18 UhrFC BarcelonaVardar Skopje
Spiel um Platz 3: 02.06.19, 15.15 UhrVerlierer Halbfinale 1Verlierer Halbfinale 2
Finale: 02.06.19, 18 UhrSieger Halbfinale 1Sieger Halbfinale 2

Prokop: "Bundesliga nicht mehr Spitze"

Christian Prokop

Christian Prokop

Dass kein deutsches Team in Köln dabei ist, ist für Handball-Bundestrainer Christian Prokop keine Überraschung. "Dass das in den vergangenen Jahren immer wieder eingetreten ist, liegt unter anderem daran, dass in der Bundesliga im Moment nicht die internationale Spitze spielt", sagte Prokop im Interview mit der "Frankfurter Allgemein Zeitung".

Zwar habe die Bundesliga in ihrer Breite und Attraktivität mit den vollen Hallen Top-Niveau und sei nicht so weit weg von der Spitze. Aber die besten Teams der Bundesliga zahlten nicht mehr so viel wie die in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Veszprem oder Paris. "Das war vor zehn Jahren noch anders, da sind Top-Spieler hierhergekommen", erklärte Prokop.

Keine deutschen Spieler bei Topklubs

Zudem findet man, abgesehen von Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer (drei Jahre bei Paris Saint-Germain), keine Deutschen bei europäischen Topklubs. "Deshalb haben wir sehr viel Arbeit vor uns, um die Entwicklung unserer Spieler voranzutreiben", sagte Prokop.

Dabei setzt der 40-Jährige auch auf die enge Zusammenarbeit mit den Bundesligaklubs. "Wir sind als Nationalmannschaft das Produkt der Bundesliga-Leistungen", meinte Prokop, der zudem an die Eigenverantwortung der Spieler appellierte.

FC Barcelona erneut großer Favorit in Köln

Beim Turnier in Köln gilt Rekordsieger FC Barcelona erneut als großer Favorit, könnte dieser Rolle aber schon im Vorjahr nicht gerecht werden. Damals hieß der Überraschungssieger Montpellier HB. Der bisher letzte Champions-League-Erfolg der Spanier liegt bereits vier Jahre zurück.

Dazwischen waren auch Kielce (2016) und Skopke (2017) erfolgreich. Beide gelten in dieser Saison aber als Außenseiter. Veszprem dürfte Barcelonas ärgster Konkurrent werden, zumal die Ungarn der mögliche Finalgegenr der Katalanen sind.

msc/dpa | Stand: 31.05.2019, 14:10

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