Final Four - Kiel folgt Magdeburg ins Pokalfinale

Final Four DHB-Pokal, Halbfinale

Final Four - Kiel folgt Magdeburg ins Pokalfinale

Kiel und Magdeburg stehen beim Final Four der Handballer im Finale. Während sich der THW recht souverän gegen die Füchse Berlin durchsetzte, machte es Magdeburg gegen Hannover bis zur letzten Sekunde spannend.

Der THW Kiel und der SC Magdeburg bestreiten das Finale um den DHB-Pokal 2019. Der THW behielt beim Final Four in Hamburg am Samstag (06.04.2019) gegen die Füchse Berlin mit 24:22 (13:7) die Oberhand.

Der SC Magdeburg hat dagegen in einem wahren Krimi das Finale erreicht. Der Bundesliga-Dritte setzte sich knapp mit 30:29 (15:11) gegen Bundesliga-Konkurrent TSV Hannover-Burgdorf durch. "Die Mannschaft hat sich ins Finale gekämpft", meinte SC-Trainer Bennet Wiegert in der Sportschau.

Den entscheidenden Treffer erzielte Magdeburgs Christian O'Sullivan vor 13.200 Zuschauern mit der letzten Aktion eine Sekunde vor Schluss. Nachdem Favorit Magdeburg die Partie bis in die zweite Halbzeit hinein lange dominiert hatte, kam Hannover trotz einer Roten Karte gegen Timo Kastening wegen groben Foulspiels (36. Minute) in der Schlussphase auf.

Hannover kommt stark zurück

Morten Olsen, am Ende mit sieben Treffern erfolgreichster Hannoveraner, besorgte mit dem 19:18 die erste Führung (43.) Nationalspieler Kai Häfner brachte die "Recken" mit seinem Treffer zum 24:21 elf Minuten vor dem Ende sogar mit drei Toren in Führung.

Der SC kämpfte sich, angetrieben von Michael Damgaard, der 15 Tore erzielte, und einem starken Dario Quenstedt zwischen den Pfosten wieder zurück in die Partie. Robert Weber brachte Magdeburg 57 Sekunden vor Schluss mit 29:28 in Führung. Hannover kam durch Veit Mavers per Siebenmeter nochmal zum Ausgleich. Aber dann kam O'Sullivan, tankte sich aus dem Rückraum durch und setzte den entscheidenden Treffer.

Magdeburg, das weiterhin 2019 wettbewerbsübergreifend ungeschlagen ist, hat bisher 1996 und 2016 den Pokal gewonnen. "Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft", gab Magdeburgs Weber am Sportschau-Mikrofon zu. "Wir haben eine unglaubliche Leistung abgeliefert", meinte dann auch Hannovers Timo Kastening nach der Partie.

Kiel gibt sich keine Blöße

Kiel ließ dagegen gegen zuletzt in der Bundesliga kriselnde Berliner überhaupt keine Zweifel aufkommen. Die Füchse konnten nur bis zum 4:4 (11.) mithalten. Dann zog Kiel mit einem 3:0-Lauf etwas davon - und ließ die Berliner nicht mehr rankommen. Niclas Eckberg traf vor der Pause zum 13:6.

Durchgang zwei begann für die "Zebras" zwar mit einem Schock, als Verteidiger Hendrik Pekeler nach Videobeweis wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit die Rote Karte sah (35.). Doch am Spielverlauf änderte das zunächst nichts. Der THW hielt die Füchse auf Distanz, fing dann aber an, den Vorsprung zu verwalten. Berlin kam Stück für Stück heran. Am Ende setzte sich aber doch die größere Kieler Klasse durch.

Damit peilt der Rekordpokalsieger seinen 12. Triumph an. Auch das Finale findet am Sonntag in Hamburg statt. Die ARD überträgt die Partie ab 15 Uhr live im Ersten und als Stream bei sportschau.de.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Sonntag, 07.04.2019, 15 Uhr

red;sid;dpa | Stand: 06.04.2019, 20:12

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