Handball - Deutschland setzt gegen Israel auf die Jungen

Ein "junger Wilder" der Nationalmannschaft: Marian Michalczik

EM-Qualifikation

Handball - Deutschland setzt gegen Israel auf die Jungen

Die EM-Teilnahme haben die deutschen Handballer bereits sicher, deshalb gönnt Bundestrainer Christian Prokop seinen Stars in den abschließenden Qualifikationsspielen eine Auszeit. Gegen Israel und den Kosovo darf der Nachwuchs vorspielen.

Mit dem jüngsten Kader seiner Amtszeit ist Prokop nach Tel Aviv gereist. Im EM-Qualifikationsspiel gegen Israel am Mittwoch (12.06.19) darf sich Deutschlands Handball-Nachwuchs bewähren. "Die Chance ist da, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen", sagte Prokop. "Ich will eine kampfstarke, vor Einsatz sprühende Mannschaft sehen, in der jeder Spieler seine individuellen Stärken einbringt und sich in den Dienst der Gruppe stellt."

Da Deutschland das Ticket für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Norwegen, Österreich und Schweden bereits in der Tasche hat, leistet sich Prokop den Luxus, fast alle Stars der Heim-WM zu schonen.

Klimpke, Büdel, Michalczik, Golla, Quenstedt

Da Routinier Tobias Reichmann sein geplantes Comeback aus Verletzungsgründen auf das Heimspiel am Sonntag gegen den Kosovo verschieben musste und auch Finn Lemke und Niclas Pieczkowski ausfallen, umfasst das Team um die Neulinge Till Klimpke (HSG Wetzlar) und Nico Büdel (HC Erlangen) lediglich 13 Spieler. Dazu gehören auch der Magdeburger Torwart Dario Quenstedt, der in der nächsten Saison Nachfolger von Wolff beim THW Kiel wird, Marian Michalczik (Minden) oder Shootingstar Johannes Golla, einziger Akteur des neuen und alten deutschen Meisters aus Flensburg. "Sie haben alle viel Qualität, und die will ich sehen", sagte Prokop.

Israel träumt auch noch von der EM

Ein Handball-Leckerbissen ist angesichts der kurzen Vorbereitung kaum zu erwarten. Zumal Prokop seinen Schützlingen nach dem intensiven Bundesliga-Finale am Pfingstsonntag noch einen Tag frei gab. Nach der Ankunft in Tel Aviv standen am Dienstagabend und Mittwochvormittag lediglich zwei Trainingseinheiten inklusive Videostudium zur Verfügung, um die wichtigsten taktischen Dinge zu erarbeiten.

Für Israel (4:4) geht es im Fernduell mit Polen (2:6) um viel. Gelingt gegen die DHB-Auswahl ein Sieg, wäre die EM-Teilnahme greifbar nahe. Prokop hat insbesondere vor der Kampfkraft des Gegners Respekt.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 12.6., ab 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 12.06.2019, 06:00

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