Handball - Löwen besiegen müde Füchse

Handball - Rhein-Neckar Löwen besiegen und überholen die Füchse Berlin Sportschau 21.10.2018 04:16 Min. Verfügbar bis 21.10.2019 Das Erste

Handball-Bundesliga, 10. Spieltag

Handball - Löwen besiegen müde Füchse

Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Handball-Bundesliga einen wichtigen Sieg gegen die Füchse Berlin gefeiert. Die HSG Wetzlar beendete zuvor ihre Niederlagenserie. Außerdem feierten die Eulen Ludwigshafen am zehnten Spieltag ihren zweiten Punktgewinn.

Die Löwen setzten sich am 10. Spieltag in eigener Halle mit 28:25 (15:11) durch und überholten damit die Füchse auch in der Tabelle.

Unmut bei den Berlinern

Die Berliner mussten den Anstrengungen der Klub-WM in Katar Tribut zollen. Zwei Tage nach dem verlorenen Finale gegen den FC Barcelona unterlagen die ersatzgeschwächten Füchse am Sonntag (21.10.2018) trotz einer tapferen Vorstellung. Manager Bob Hanning hatte die Liga im Vorfeld der Partie dafür kritisiert, keinen Ausweichtermin gefunden zu haben. "So ist es natürlich kein fairer Wettbewerb", sagte Hanning.

In Mannheim mussten die Füchse auf acht Stammspieler verzichten, darunter auch Fabian Wiede, Mattias Zachrisson, Christoph Reißky und Kevin Struck, die sich in Doha verletzt hatten. Trainer Velimir Petkovic füllte seinen Kader mit Spielern aus dem Nachwuchs auf. Im fünften Spiel innerhalb von sieben Tagen fehlte den Etablierten jedoch die Frische, um den Vizemeister gefährden zu können.

Semper und Weber fordern Flensburg

Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt bleibt weiter ungeschlagen. Der Meister feierte beim SC DHfK Leipzig einen 21:20 (9:11)-Zittersieg und verteidigte mit 20:0 Punkten die Tabellenführung vor dem SC Magdeburg (20:2). Philipp Weber und Franz Semper hatten der SG mit zusammen 16 Treffern lange große Probleme bereitet und auch in der Schlussminute wäre für den SC noch ein Punktgewinn möglich gewesen. Letztendlich standen die tapferen Leipziger aber wie schon im Spiel gegen den THW Kiel zuletzt (24:25) erneut ohne Zähler da und bleiben Drittletzter.

Flensburg-Verfolger Magdeburg setzte sich gegen den HC Erlangen mit 31:25 (14:9) durch. Nationalspieler und Liga-Toptorjäger Matthias Musche steuerte 16 Tore zum lockeren Erfolg bei.

Kiel bleibt dran

Tabellendritter bleibt Rekord-Champion THW Kiel (18:4) nach einem 31:25 (19:13) gegen den VfL Gummersbach. Nikola Bilyk und Niklas Ekberg waren mit jeweils sechs Treffern die besten Werfer für die "Zebras". Dem VfL halfen auch die ebenfalls je sechs Tore von Moritz Preuss und Marvin Sommer nicht.

Wetzlar gewinnt gegen Göppingen

Stefan Cavor (HSG Wetzlar)

Stefan Cavor (HSG Wetzlar)

Am Tag zuvor hatte Wetzlar Frisch Auf Göppingen mit 26:21 (12:12) bezwungen und war damit nach zuletzt drei Pleiten wieder einmal als Sieger vom Platz gegangen. Für die Göppinger dagegen war es die vierte Niederlage nacheinander.

Wetzlar startete nach ausgeglichener erster Halbzeit furios in die zweite Hälfte und lag schnell mit 17:12 und 19:14 vorn. Den Vorsprung brachte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider ins Ziel. Bester Werfer war Rückraumspieler Stefan Cavor mit sieben Treffern.

Eulen-Ausgleich in letzter Sekunde

Ludwigshafen hatte beim 23:23 (10:10) beim TBV Lemgo das Glück auf seiner Seite. In einer spannenden Schlussphase glückte den "Eulen" eine Sekunde vor Schluss der Ausgleich. Der umjubelte Held war Gunnar Dietrich, der zuvor etliche Male an TBV-Schlussmann Peter Johannesson gescheitert war.

"Ich bin natürlich überglücklich, dass der letzte Ball reingegangen ist", sagte Dietrich bei "Sky". "Das war enorm wichtig, denn für uns zählt jeder Punkt." Für Ludwigshafen war es im zehnten Spiel erst der zweite Punktgewinn, die Friesenheimer stehen weiter auf einem Abstiegsplatz.

Lemgo verpasste durch diesen Last-Minute-Ausgleich den vierten Sieg im zehnten Spiel. "Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen. Deshalb ist der Punkt für Ludwigshafen wohl verdient", sagte Lemgos Tim Hornke, mit acht Treffern bester Werfer dieser ausgeglichenen Partie, bei "Sky".

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 10. Spieltag 2018/2019

Samstag, 20.10.2018 | 20.30 Uhr

Wappen HSG Wetzlar

HSG Wetzlar

Klimpke, Marinovic – Cavor (7), Ferraz, Forsel Schefvert, Mirkulovski (1), Schreiber, A. Hermann (6), Kneer, Rubin (3) – Rüdiger (4), Frend Öfors (3/1), Holst – Lindskog (2), Torbrügge

26
Wappen FA Göppingen

FA Göppingen

Prost, Rebmann – Schöngarth (1), A. Damgaard, Kneule (3), Peric (1), Heymann, Sliskovic (2) – Rentschler (4), Schiller (4/4), Weißer – Bagersted (1), Kozina (5)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

HSG Wetzlar FA Göppingen
Siebenmeter 3 Würfe, 1 Treffer 5 Würfe, 4 Treffer
Strafminuten 6 Min. 4 Min.

Zuschauer:

  • 3.523

Schiedsrichter:

  • Kinzel (Bochum), Grobe (Bochum)

Stand der Statistik: Samstag, 20.10.2018, 22:23 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 21.10.2018, 17:52

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