Handball-Bundesliga - noch jede Menge Spannung

 Mika Zarabec (THW Kiel, 24), Holger Glandorf (SG Flensburg-Handewitt)

33. und 34. Spieltag

Handball-Bundesliga - noch jede Menge Spannung

Meisterschaft, Abstieg, Europapokal-Teilnahme: Zwei Spieltage vor Saisonende sind in der Handball-Bundesliga noch alle Entscheidungen offen.

Meisterschaft: Kiel oder Flensburg-Handewitt?

Mit einem Kantersieg hat der THW Kiel den Druck auf die SG Flensburg-Handewitt im Fernduell um den Titel erhöht. Der Tabellenzweite kam am vergangenen Wochenende zu einem 39:19 gegen GWD Minden und liegt weiter zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter.

Durch das Schützenfest haben die Kieler nun eine um 21 Treffer bessere Tordifferenz. Gewinnt das Team von Trainer Alfred Gislason auch die ausstehenden zwei Saisonspiele, darf sich der Titelverteidiger aus Flensburg gegen die Füchse Berlin und beim starken Aufsteiger Bergischer HC keinen Ausrutscher leisten.

"Wir versuchen, einfach unsere Spiele zu gewinnen und schauen dann, was am Ende passiert. Normalerweise können wir nicht mit dem Meisterschaftstitel rechnen, denn Flensburg spielt eine sehr stabile Saison", sagt Gislason. Der THW muss im Liga-Endspurt  zunächst in Lemgo antreten und dann gegen Hannover-Burgdorf ran. "Natürlich hat jeder von uns die Hoffnung, dass Flensburg noch irgendwo Punkte lässt. Wenn wir jetzt jede Begegnung gewinnen und Flensburg verliert ein Spiel, dann sind wir mit dem Torverhältnis deutscher Meister", rechnet Torwart Andreas Wolf vor.

Das Restprogramm im Meisterschaftskampf
1. SG Flensburg-Handwitt (60:4 Punkte)2. THW Kiel (58:6)
Füchse Berlin (H) (38:26)TBV Lemgo (A) (26:38)
Bergischer HC (A) (36:28)TSV Hannover-Burgdorf (H) (24:40)

Handball - Füchse schlagen Rhein-Neckar Löwen

Sportschau 26.05.2019 00:55 Min. Verfügbar bis 26.05.2020 ARD Von Nikolaus Hillman (RBB)

EHF-Pokal: Vier Teams mischen noch mit

Die Flensburger haben das Problem, dass Berlin und auch der Bergische HC noch um den Einzug in den EHF-Pokal spielen und jeden Punkt brauchen. Die Berliner haben erst zuletzt das Spitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen gewonnen. "Wir haben jetzt noch einmal Selbstvertrauen getankt", sagte Nationalspieler Paul Drux. Und Manager Bob Hanning erklärte mit Blick auf  das Gastspiel in Flensburg: "Aber auch dort sind wir nicht chancenlos". Am letzten Spieltag geht es dann noch daheim gegen Wetzlar. "Ich hoffe wir haben dann ein Endspiel um Europa", so Hanning weiter.

Hinter dem Tabellenfünften aus Berlin lauern die punktgleichen Melsunger und nur zwei Punkte dahinter der Bergische HC. Melsungen muss noch nach Erlangen und spielt dann gegen Lemgo und hat damit das vermeintlich leichteste Restprogramm. Der Bergische HC reist vor dem Heimspiel gegen Flensburg nach Minden. Göppingen hat als Achter bei vier Punkten Rückstand nur noch theoretische Chancen. Die Plätze zwei bis sechs berechtigen zum Start im EHF-Pokal. Fix dabei sind bisher nur Flensburg oder Kiel sowie Magdeburg und die Rhein-Neckar-Löwen.

Das Restprogramm im Kampf um die Europapokal-Teilnahme
5. Füchse Berlin (38:26)6. MT Melsungen (38:26)7. Bergischer HC (36:28)8. FA Göppingen (34:30)
Flensburg-Handewitt (A) (60:4)HC Erlangen (A) (28:36)GWD Minden (A) (25:39)Gummersbach (A) (13:51)
HSG Wetzlar (H) (25:39)TBV Lemgo (H) (26:38)Flensburg-Handewitt (H) (60:4)SC Magdeburg (H) (50:14)

Abstiegskampf: Showdown zwischen Gummersbach und Bietigheim

Spannung pur auch im Tabellenkeller. Der Drittletzte aus Gummersbach (gegen Göppingen) und der Vorletzte aus Bietigheim (in Magdeburg) liefern sich am vorletzten Spieltag ein Fernduell um den letzten freien Ligaplatz, bevor sie dann zum Showdown im direkten Duell in Bietigheim aufeinandertreffen. In Sachen Torverhältnis liegt Gummersbach 20 Tore vorne. Vor allem für den VfL wäre der Abstieg ein Desaster. Der VfL ist seit der Bundesligagründung 1967 noch nie abgestiegen.

Hoffnung auf den Klassenerhalt haben sogar noch die Eulen Ludwigshafen. Der Abstand des Tabellenletzten auf das Duo beträgt aber drei Punkte. Und die Aufgabe bei den Rhein-Neckar Löwen ist am 33. Spieltag nicht gerade leicht.

Das Restprogramm im Abstiegskampf
16. VfL Gummersbach (13:51)17. SG BBM Bietigheim (13:51)18. Die Eulen Ludwigshafen (10:54)
FA Göppingen (H) (34:30)SC Magdeburg (A) (50:14)Rhein-Neckar Löwen (A) (50:14)
SG BBM Bietigheim (A) (13:51)VfL Gummersbach (H) (13:51)GWD Minden (H) (25:39)

sid/dpa/red | Stand: 28.05.2019, 10:35

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