Handball-Bundesliga - alles Wichtige zum Start

Die Handball-Bundesliga startet in die neue Saison

Neue Saison startet

Handball-Bundesliga - alles Wichtige zum Start

Ein spannender Meisterschaftskampf, bemerkenswerte Transfers, eine neue Technik - die 54. Saison der Handball-Bundesliga verspricht in der Olympia-Saison Dramatik. Alles Wichtige zum Saisonstart.

Spannender Titelkampf

Schafft die SG Flensburg-Handewitt den Titel-Hattrick, erobert der THW Kiel mit seinem neuen Trainer Filip Jicha erstmals seit 2015 wieder den Thron oder sind am Ende die Rhein-Neckar Löwen der lachende Dritte? Der Kampf um die Meisterschaft verspricht so viel Spannung und Dramatik wie schon lange nicht mehr. Zumal hinter dem Top-Trio mit dem SC Magdeburg, der MT Melsungen und den Füchsen Berlin drei Herausforderer lauern. "Die Spitze ist noch ausgeglichener und die Kronprinzen sind stärker geworden", sagt Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga.

Aufsteiger sind alte Bekannte

Der HBW Balingen-Weilstetten um Nationalspieler Martin Strobel geht nach zwei Jahren in der Zweitklassigkeit in seine zwölfte Bundesliga-Spielzeit. Die HSG Nordhorn-Lingen ist erstmals seit elf Jahren wieder - und zum insgesamt neunten Mal - im Oberhaus dabei.

ARD-Handballexperte Dominik Klein über die "stärkste Liga der Welt" Sportschau 21.08.2019 09:59 Min. Verfügbar bis 21.08.2020 Das Erste

Wer ist vom Abstieg bedroht?

Die Aufsteiger haben es in der Bundesliga traditionell sehr schwer, die Klasse zu halten. Auch die Eulen Ludwigshafen, die in der vergangenen Saison am Ende nur ein Tor besser waren als der Traditionsklub VfL Gummersbach, gelten als abstiegsgefährdet.

Gewohnte Anwurfzeiten

In Sachen Anwurfzeiten ändert sich nichts. Gespielt wird donnerstags (19.00 Uhr) und sonntags (Topspiel um 13.30 Uhr, sonst 16.00 Uhr). Vereinzelt finden Spiele auch am Dienstag, Mittwoch oder Samstag statt. Zur ersten Top-Partie kommt es schon am 2. Spieltag, wenn Flensburg die Rhein-Neckar Löwen empfängt. Während der EM im Januar 2020 ruht der Liga-Betrieb traditionell. Wegen der Olympischen Spiele vom 24. Juli bis 9. August in Tokio endet die Bundesligasaison bereits am 14. Mai 2020.

Zwölf Spiele live in der ARD

Die ARD überträgt im Ersten und in den dritten Programmen zwölf Spiele live, darunter ein Halbfinale und das Finale des DHB-Pokals. Das erste Live-Spiel im Ersten gibt es schon am Samstag, dem 7. September. Dann steht das Topspiel des 4. Spieltages auf dem Programm: Der SC Magdeburg erwartet den THW Kiel. Anwurf ist um 18.10 Uhr, die Liveübertragung startet zehn Minuten früher. Sportschau.de berichtet von allen Partien der Liga im Live-Ticker.

Bemerkenswerte Transfers

Titelverteidiger Flensburg muss die Abgänge zweier Spitzenspieler verkraften. Kapitän und Abwehrchef Tobias Karlsson (Karriereende) und Weltmeister Rasmus Lauge (Wechsel nach Veszprem) haben den Verein verlassen. Neu im Team ist der polnische Nationalspieler Michal Jurecki von Kielce. Zudem kommt das dänische Top-Talent Lasse Kjaer Möller.

Die Rhein-Neckar Löwen haben gleich zwei Transfercoups gelandet: Weltklasse-Linksaußen Uwe Gensheimer kehrt aus Paris nach Mannheim zurück, Romain Lagarde kommt aus Nantes. In Richtung Frankreich aufgemacht hat sich hingegen Gudjon Valur Sigurdsson. Zudem haben die Löwen einen neuen Trainer. Erfolgscoach Nikolaj Jacobsen will sich ausschließlich auf die dänische Nationalmannschaft konzentrieren. Sein Nachfolger ist der bisherige schwedische Nationaltrainer Kristjan Andresson.

Daniel Stephan über die Handball-Bundesliga: "In der Breite die beste Liga der Welt"

Sportschau 17.08.2019 08:04 Min. Verfügbar bis 17.08.2020 ARD

Kiel hat einen neuen Torhüter. Dario Quenstedt kommt aus Magdeburg und ersetzt Nationalkeeper Andreas Wolff, der nach Kielce gewechselt ist. Magdeburg muss künftig nicht nur ohne Quenstedt auskommen, sondern auch ohne den österreichischen Rechtsaußen Robert Weber, der sich nach zehn Jahren beim SCM Aufsteiger Nordhorn-Lingen angeschlossen hat. Die MT Melsungen hat sich von ihren Klub-Ikonen Philipp Müller (zu Leipzig) und Michael Müller (Berlin) getrennt. "Königstransfer" der Hessen ist Nationalspieler Kai Häfner von der TSV Hannover-Burgdorf.

Final Four in der Champions League das Ziel

Nach drei Jahren ohne deutsche Beteiligung muss das Final Four der Champions League in Köln für Kiel und Flensburg in dieser Saison das Ziel sein. Der EHF-Cup wird angesichts der vier deutschen Teilnehmer (Magdeburg, Löwen, Berlin und Melsungen) mit großer Wahrscheinlichkeit weiter fest in Bundesliga-Hand bleiben. In den vergangenen 15 Jahren gab es dort 14 deutsche Siege.

Tokio im Fokus

Großes Ziel sind die Olympischen Spiele im nächsten Sommer in Tokio. Auf dem Weg dorthin ist die Europameisterschaft der Saison-Höhepunkt. Das Turnier im Januar wird erstmals in drei Ländern (Norwegen, Österreich, Schweden) ausgetragen, und erstmals sind 24 statt bisher 16 Mannschaften dabei. Als Europameister wäre Deutschland automatisch in Tokio am Start. Ansonsten hat das Team die Möglichkeit, sich bei einem Qualifikationsturnier im April 2020 ein Olympia-Ticket zu sichern.

Ein Fest für Statistiker

Die Bundesliga führt zur neuen Saison eine weltweit einmalige Analyse-Technologie ein. Dank Chips in Bällen und Trikots werden die Leistungsdaten aller Spieler in Echtzeit erfasst. Wurfgeschwindigkeit, Sprunghöhe, Anzahl der Pässe oder verbrauchte Energie sind nur einige Daten, die künftig erhoben werden. Die Leistungen der Akteure werden dadurch greifbarer, die Berichterstattung - vor allem im TV - facettenreicher. "Handball wird noch transparenter", sagt Geschäftsführer Bohmann.  

Bohmann erwartet "viele überraschende Ergebnisse" in der Bundesliga Sportschau 22.08.2019 01:47 Min. Verfügbar bis 22.08.2020 Das Erste

vdv/sid/dpa | Stand: 22.08.2019, 09:06

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