Flensburg muss zum Angstgegner

Magdeburgs Zeljko Musa setzt sich im Duell mit gleich drei Flensburgern durch

Handball-Bundesliga

Flensburg muss zum Angstgegner

Seit einem Jahr ist die SG Flensburg-Handewitt in der Handball-Bundesliga ungeschlagen. Jetzt geht es zum aktuellen Angstgegner nach Magdeburg. Die letzte Hürde vor der Meisterschaft?

Die Statistik ist beeindruckend. Mit einer makellosen Bilanz von 48:0-Punkten steht die SG Flensburg-Handewitt an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga. Seit mehr als einem Jahr hat der aktuelle Meister kein Ligaspiel mehr verloren.

Am 22. März 2018 ging das Team von Trainer Maik Machulla zum bisher letzten Mal als Verlierer vom Parkett. 23:29 hieß es damals auswärts beim SC Magdeburg. Und genau dort müssen die Norddeutschen am Donnerstag (28.03.2019) wieder antreten.

Letzt Hürde auf dem Weg zum Titel?

Für den ehemaligen Magdeburger Stefan Kretzschmar kann das Spitzenspiel schon eine Entscheidung im Titelrennen bringen. "Sollte Flensburg gewinnen, dann sind sie durch, glaube ich. Dann wird sie niemand mehr aufhalten", sagte der frühere Weltklasse-Linksaußen. Sechs Punkte stark ist das Polster der SG auf den ärgsten Verfolger THW Kiel. Zehn Spiele müssen die Flensburger noch absolvieren.

Rekordjagd: Flensburg ein Jahr ungeschlagen Sportschau 21.03.2019 01:47 Min. Verfügbar bis 21.03.2020 Das Erste

Sieg auch im Pokal

Kretzschmar traut dem SC Magdeburg aber zu, den beeindruckenden Lauf der Flensburger zu beenden. "Ich denke, dass die Magdeburger stark genug sind, um dieses Jahr im Sinne der neutralen Handballfans zu durchbrechen", sagte er: "Sie sind ja auch der letzte Verein gewesen, der sie geschlagen hat."

Und das auch noch zwei Mal in Serie. Denn das Team aus Sachsen Anhalt behielt auch im Oktober 2018 im Achtelfinale des DHB-Pokals die Oberhand. 28:31 hieß es damals aus Sicht der Norddeutschen - und das in heimischer Halle.

"Wissen, wie man sie besiegt"

Der SCM geht dementsprechend selbstbewusst ins Spitzenspiel. "Wir haben sie bereits auswärts im Pokal geschlagen, daher wissen wir, wie man sie besiegt. Außerdem treffen wir in Magdeburg aufeinander, wo wir in der vergangenen Saison auch gewonnen haben", fasst Rückraumspieler Michael Damgaard zusammen. Die Ostdeutschen liegen vor dem 26. Spieltag mit zehn Verlustpunkten auf Platz vier, nur zwei Zähler hinter den Rhein-Neckar-Löwen. "Wenn wir der Handballwelt zeigen wollen, dass wir eine Top-3 Mannschaft sind, müssen wir auch Flensburg schlagen", sagt Damgaard.

sid/dpa/vdv | Stand: 27.03.2019, 10:09

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