HBL - Hannover kassiert Niederlage in Melsungen

HBL - Melsungen beendet Hannovers Siegesserie Sportschau 06.10.2019 06:17 Min. Verfügbar bis 06.10.2020 Das Erste

8. Spieltag

HBL - Hannover kassiert Niederlage in Melsungen

Die Siegesserie der bisher ungeschlagenen TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga ist von der MT Melsungen gestoppt worden.

Hannover verlor am Sonntag (06.10.2019) mit 25:31 (15:17) bei der MT Melsungen, führt die Tabelle mit 14:2 Punkten aber weiter vor den Rhein-Neckar Löwen (12:4) an. Die Löwen kamen dank einer 13-Tore-Gala von Uwe Gensheimer gegen die HSG Wetzlar zu einem 29:26 (15:9).

In Kassel lieferten sich Melsungen und Hannover ein tempo- und torreiches Topspiel, in dem sich die Nordhessen nach der Pause absetzen konnten. Beim Spitzenreiter, der zuletzt in der Liga und im Pokal mit zwei Siegen gegen Flensburg geglänzt hatte, wurde vor allem der verletzte Regisseur Morten Olsen (Wade) vermisst.

"Wir hatten in der Abwehr keinen Zugriff", sagte TSV-Nationalspieler Fabian Böhm, der sechs Tore erzielte. "31 Gegentore sind nicht unser Anspruch." Bester MT-Schütze war der im Sommer aus Hannover gekommene Nationalspieler Kai Häfner mit sieben Toren. Zudem glänzte Torwart Nebojsa Simic, der unter anderem drei Siebenmeter parierte.

Flensburg hält Berlin in Schach

Meister SG Flensburg-Handewitt hat auch wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach dem Pokal-Aus gegen Hannover-Burgdorf gewannen die Norddeutschen ihr Heimspiel gegen die Füchse Berlin. Beim 27:23 (12:9) waren Johannes Golla, Lasse Svan, Göran Johannessen und Magnus Röd mit je fünf Treffern beste SG-Werfer. Für die Füchse erzielten Jacob Holm, Kevin Struck und Hans Lindberg je vier Treffer.

Beide Teams hatten zunächst große Probleme mit der gegnerischen Abwehrreihe. Erst beim 10:8 (27. Minute) lagen die Flensburger erstmals mit zwei Treffern vorn. Sekunden vor der Pause traf SG-Kreisläufer Golla aus der eigenen Hälfte zum 12:9 ins leere Berliner Tor.

HBL - Flensburg besiegt Berlin im Topspiel Sportschau 06.10.2019 04:30 Min. Verfügbar bis 06.10.2020 Das Erste

Meister dreht in Durchgang zwei auf

Nach dem Seitenwechsel fanden die Norddeutschen besser in ihr Tempospiel. Svan und Johannessen trafen per Gegenstoß zum 13:9 (31.) und 16:11 (38.). Zudem zeigte der Flensburger Schlussmann Benjamin Buric eine starke Leistung. Den Berlinern reichten auch die drei Siebenmeter-Paraden ihres Torhüters Dejan Milosavljev nicht. Als Svan das 24:17 (53.) erzielte, war die Entscheidung schon gefallen. Flensburg reiht sich damit als Dritter hinter Hannover und den Rhein-Neckar Löwen ein.

Weiter oben dran bleibt auch Pokalsieger THW Kiel, der beim TBV Lemgo Lippe mit 30:27 (17:12) die Oberhand behielt. Der Rekordmeister, der zwei Spiele weniger als die Rivalen bestritten hat und in Niclas Ekberg (10 Tore) seinen besten Werfer hatte, hat als Fünfter 10:2 Punkte.

Magdeburg bleibt in der Spitzengruppe

Tim Hornke (Magdeburg) wirft ein Tor

Bereits am Samstag hatte der SC Magdeburg mit mit 30:21 (16:14) gegen Göppingen gewonnen und bleibt in der Spitzengruppe. Vor allem die Defensive der Gastgeber mit einem immer stärker werdenden Torhüter Jannik Green war der entscheidende Faktor für den Heimsieg. Green parierte über 40 Prozent der Würfe der Gäste auf sein Tor, die vor allem im zweiten Durchgang reihenweise frei vor dem Dänen scheiterten. In der ersten Hälfte hatten die Göppinger noch teilweise gut mitgehalten.

In der Offensive zeigten sich für die siegreiche Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert vor allem Tim Hornke und Michael Damgaard treffsicher. Hornke erzielte acht Tore, davon fünf per Strafwurf, Damgaard traf siebenmal aus dem Feld. Göppingens bester Werfer war Marcel Schiller (8/4).

Erste Siege für Nordhorn und Stuttgart

Am Abend feierten dann die Kellerkinder HSG Nordhorn-Lingen und TVB Stuttgart als letzte Mannschaften des Oberhauses ihre ersten Saisonsiege. Schlusslicht Nordhorn gewann gegen den SC DHfK Leipzig 33:30 (16:12) und verbaute den Sachsen damit zugleich den möglichen Sprung auf Platz zwei. Stuttgart siegte beim Tabellennachbarn Eulen Ludwigshafen 27:23 (14:10) und schob sich an den Gastgebern vorbei auf den drittletzten Platz.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Sonntag, 06.10.2019, 18 Uhr.

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 8. Spieltag 2019/2020

Sonntag, 06.10.2019 | 13.30 Uhr

Wappen SG Flensburg-Handewitt

SG Flensburg-Handewitt

Bergerud, Buric – Glandorf (1), Röd (5), Versteijnen, Gottfridsson (2), Johannessen (5), Jurecki – Steinhauser (2/1), Svan (5), Jeppsson, Jöndal (2), Lier – Golla (5), Hald, Zachariassen

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Wappen Füchse Berlin

Füchse Berlin

Heinevetter, Milosavljev – Kopljar, M. Müller, Wiede (2), Ernst (1), Drux (3), Holm (4), Simak (2/2) – Lindberg (4/1), Gojun, Mandalinic, Matthes, Struck (4) – Koch (2), Marsenic (1)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

SG Flensburg-Handewitt Füchse Berlin
Siebenmeter 5 Würfe, 1 Treffer 3 Würfe, 3 Treffer
Strafminuten 8 Min. 12 Min.

Zuschauer:

  • 6.204

Schiedsrichter:

  • Tönnies (Stendal), Schulze (Magdeburg)

Stand der Statistik: Sonntag, 06.10.2019, 15:17 Uhr

red | Stand: 06.10.2019, 18:43

Bundesliga | Tabelle

Team S P
1. TSV Hannover-B. 12 20:4
2. SG Flensburg-H. 12 18:6
3. SC Magdeburg 13 18:8
4. THW Kiel 10 16:4
5. Füchse Berlin 12 16:8
  ...    
16. TBV Lemgo Lippe 12 6:18
17. Eulen Ludwigsh. 12 3:21
18. Nordhorn-L. 12 2:22
Darstellung: