EHF Cup - Füchse Berlin dürfen von Titelverteidigung träumen

Berlins Torwart Silvio Heinevetter bei einem Angriff des FC Porto

Halbfinale im EHF-Pokal

EHF Cup - Füchse Berlin dürfen von Titelverteidigung träumen

Die Füchse Berlin dürfen weiter von der Titelverteidigung im EHF-Pokal träumen: Die Berliner setzten sich im zweiten Halbfinale gegen den FC Porto durch und machten damit das deutsche Finale gegen den THW Kiel perfekt.

Beim Final Four in Kiel gewannen die Berliner am Freitagabend (17.05.2019) ihr Halbfinale gegen den FC Porto souverän mit 24:20 (12:8). Damit kämpfen die Füchse am Samstag im Finale gegen den THW Kiel um den Titel (20.45 Uhr). Der Gastgeber hatte zuvor in seinem Halbfinale den dänischen Vertreter TTH Holstebro 32:26 geschlagen. Beste Berliner Werfer waren der überragende Nationalspieler Paul Drux mit sechs und Hans Lindberg mit fünf Toren.

Füchse-Manager Bob Hanning meinte: "Wir sind sehr zufrieden und haben uns verdient für das Finale qualifiziert. Jetzt sind wir Außenseiter gegen Kiel, aber keinesfalls chancenlos."

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Viele Fehler der Portugiesen

Die Füchse kamen gleich gut in die Partie. Dank einer guten Deckung lag Berlin schnell 2:0 in Führung. Porto brauchte allein schon fast sieben Minuten, um seinen ersten Treffer zu erzielen. Aber auch die Berliner leisteten sich gegen die massive portugiesische Deckung zu viele Fehlwürfe. Dass die Berliner nicht in Rückstand gerieten, hatten sie vor allem den Paraden von Keeper Silvio Heinevetter zu verdanken. Porto ließen in der ersten Hälfte gleich drei Siebenmeter ungenutzt. Es dominierten die Abwehrreihen. Die Berliner konnten aber zum Ende der ersten Hälfte mehr Druck aus dem Rückraum entwickeln. Sekunden vor der Halbzeitpause brachte Drux die Füchse erstmalig mit vier Toren in Führung (12:8).

Erst nach dem Seitenwechsel kamen beide Offensivreihen besser ins Spiel. Die Berliner taten sich in der Deckung nun schwerer, die Portugiesen zu stoppen. Dafür fanden die Füchse mit dem variablen Spiel offensiv nun mehr Lücken. Sogar Anspiele an den Kreis, wo in der ersten Hälfte kein Durchkommen war, gelangen nun. So konnten die Berliner ihre Führung halten. Kam Porto einmal bis auf zwei Tore heran, hatte der Titelverteidiger immer eine Antwort. Am Ende der zweiten Halbzeit zeigten die Füchse eine souveräne Vorstellung.

Der EHF-Pokal ist hinter der Königsklasse der zweitwichtigste Europacup-Wettbewerb im Handball - und ist seit jeher fest in den deutscher Hand: In den vergangenen 15 Jahren gewann 14-mal ein Team aus der Bundesliga. Das wird auch diesmal der Fall sein.

dpa/red | Stand: 17.05.2019, 22:27

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