DHB-Pokal - Kiel siegt nach Hallen-Evakuierung

Die Kieler bejubeln den Erfolg gegen Hannover-Burgdorf

Handball

DHB-Pokal - Kiel siegt nach Hallen-Evakuierung

Titelverteidiger THW Kiel hat sich auch von einem Feueralarm nicht stoppen lassen und das Final-Four-Turnier um den deutschen Handball-Pokal erreicht. Auch Melsungen und Lemgo stehen im Halbfinale.

Rekordmeister Kiel gewann sein Viertelfinale am Dienstag (03.12.2019) beim Ligakonkurrenten TVB Stuttgart knapp mit 35:34 (18:15). In der zweiten Halbzeit musste die Halle für 40 Minuten evakuiert werden.

Kiel begann die von Trainer Filip Jicha zum "wichtigsten Spiel des Jahres" ausgerufene Begegnung konzentriert, lag zur Pause aber nur knapp vorne. Beim Stand vom 22:19 für den THW wurde dann offenbar im Kioskbereich die Brandmeldeanlage ausgelöst, alle Zuschauer mussten die Halle verlassen. Nach der Zwangspause brachten die Norddeutschen die Führung in einer dramatischen Schlussphase mit viel Glück über die Zeit.

Melsungen gelingt die Revanche

Die Füchse Berlin haben dagegen den Sprung ins Final Four verpasst. Der Pokalsieger verlor in Kassel die Viertelfinalpartie bei der MT Melsungen nach einer schwachen zweiten Hälfte mit 30:33 (16:14). Noch fünf Tage zuvor hatten die Füchse in der Handball-Bundesliga denselben Gegner geschlagen.

Die Füchse kamen gleich gut in die Partie. Sie standen kompakt in der Deckung und stellten mit einem variablen Angriffsspiel Melsungen vor einige Probleme. Schnell zogen sie auf 7:3 davon. Vor allem Kapitän Lindberg zeigte sich treffsicher und erzielte bis dahin sechs Treffer.

Zur Halbzeit führten die Füchse noch

Danach kamen die Gastgeber aber langsam besser ins Spiel und kämpften sich zurück. Die Füchse hatten nun mehr Probleme, den wurfgewaltigen Rückraum der Hessen zu stoppen. Zudem verteidigte Melsungen nun aggressiver und die Füchse taten sich zunehmend schwerer, gute Wurfpositionen zu finden. In der 23. Minute glich Nationalspieler Kai Häfner wieder zum 12:12 aus. Doch die Berliner wurden nicht hektisch, konnten bis zur Pause wieder in Führung gehen.

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Füchse immer schwerer. In der 37. Minute glich Melsungen zum 19:19 aus, in der 45. sah Kreisläufer Mijajlo Marsenic nach einem Foul die Rote Karte. Die immer müder wirkenden Berliner verloren den Faden, im Angriff ging Mitte der zweiten Hälfte fast gar nichts mehr. Mit einem 6:1-Lauf zog Melsungen bis zehn Minuten vor Ende davon (27:23). Dem hatten die Berliner nichts mehr entgegenzusetzen.

Lemgo gibt Vorsprung nicht mehr

Lemgo siegte derweil mit 26:23 in Ludwigshafen. Die Gäste aus Lemgo starteten als Favorit in die Partie, auch wenn sie in der Bundesliga-Tabelle nur einen Platz und zwei Punkte vor den Eulen Ludwigshafen liegen. Nach zwanzig gespielten Minuten führte Lemgo mit 10:5. Doch die Gastgeber ließen nicht locker, spielten konzentriert und kamen zur Halbzeit auf 9:12 ran.

In der zweiten Halbzeit dann ein ähnliches Bild: Lemgo gab die Führung nicht aus der Hand, Ludwigshafen dennoch bemüht. Kurz vor Schluss machten es die Gastgeber dann noch einmal spannend, als sie zum 21:22 trafen. Doch den Sieg ließ sich Lemgo nicht mehr nehmen. Bester Werfer der Eulen war Alexander Falk mit acht Toren. Christoph Theuerkauf traf für Lemgo sechs Mal.

Rhein-Neckar Löwen treffen auf Hannover

Abgeschlossen wird das Viertelfinale am Mittwoch mit der Begegnung zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der TSV Hannover-Burgdorf.

sid, dpa | Stand: 03.12.2019, 20:39

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