Die SG Flensburg-Handewitt ist deutscher Handball-Meister

Handball-Bundesliga, 34. Spieltag

Die SG Flensburg-Handewitt ist deutscher Handball-Meister

Die SG Flensburg-Handewitt ist zum zweiten Mal nach 2004 deutscher Handball-Meister. Hüttenberg und Lübbecke müssen in die zweite Liga absteigen - Ludwigshafen konnte sich am letzten Spieltag retten.

Flensburgs Rasmus Lauge

Flensburgs Rasmus Lauge

Flensburg war mit einem Punkt Vorsprung auf die Rhein-Neckar Löwen in den letzten Spieltag der Saison gegangen. Doch das Mini-Polster gab den Norddeutschen am Sonntag (03.06.2018) keine Sicherheit, im Gegenteil. Göppingen hielt mit, Flensburg konnte sich bis in die Schlussphase nicht absetzen. Die Flensburger vergaben viele freie Würfe gegen Göppingens Torwart Primoz Prost und versäumten es ein ums andere Mal, in der Verteidigung kräftig zuzupacken.

Erst in der 43. Minute führte die SG erstmals mit mehr als einem Treffer (17:15). Dabei waren die Gäste lediglich mit sieben Feldspielern und zwei Torhütern angereist. Trainer Rolf Brack hatte seinem Team daher verständlicherweise eine eher behäbige Spielweise verordnet, die zunächst aber genügte, um den hohen Favoriten nicht wegziehen zu lassen. Erst ganz zum Schluss durften die zitternden Zuschauer in der ausverkauften Flensburger Arena aufatmen: Ihr Team hatte 22:21 gewonnen und sich die Meisterschaft gesichert.

Mike Machulla: "Unglaublich was abfällt"

Sportschau 03.06.2018 00:47 Min. ARD

"Den Druck gemerkt"

"Man hat gemerkt, wie viel Druck die Jungs hatten. Ich bin stolz, wie sie das gemacht haben", sagte Flensburgs Trainer Maik Machulla bei "Sky": "Wir waren so oft kurz davor. Für die Fans und die Stadt ist das ein besonderer Tag." Ex-Weltmeister Holger Glandorf fügte hinzu: "Es war sehr zäh, aber das ist total egal. Wir sind deutscher Meister."

Parallel dazu gewannen auch die Rhein-Neckar Löwen in eigener Halle gegen Leipzig (28:25). Zu mehr als der Vizemeisterschaft reichte der Sieg für den Titelverteidiger allerdings nicht. Immerhin sicherten sich die Löwen die erneute Teilnahme an der Champions League.

Flensburg feiert die Meisterschaft

Sportschau 03.06.2018 00:38 Min. ARD

Lübbecke und Hüttenberg steigen ab

Spannend war auch der Abstiegskampf. Hier spielten Hüttenberg, Ludwigshafen und Lübbecke um den letzten Nichtabstiegsplatz. Während Hüttenberg bei den Füchsen keine Chance hatte und sich schon früh mit dem Gang in die zweite Liga abfinden musste, lieferten sich Ludwigshafen und Lübbecke ein packendes Fernduell.

Das bessere Ende hatte schließlich Ludwigshafen, das in eigener Halle Erlangen besiegte (32:29). Lübbecke dagegen verlor nach starkem Beginn noch in Lemgo (27:30).

Als Aufsteiger aus der 2. Bundesliga stehen der Bergische HC und die SG BBM Bietigheim fest.

Thema in Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag, 3. Juni, 22.50 Uhr

Stand: 03.06.2018, 16:17

Darstellung: