Handball - Kiel und Löwen feiern Zittersiege

Nikola Bilyk vom THW Kiel jubelt ausgelassen im Spiel gegen SC DHfK Leipzig

Handball-Bundesliga, 14. Spieltag

Handball - Kiel und Löwen feiern Zittersiege

Der THW Kiel bleibt in der Handball-Bundesliga auf Erfolgskurs. Der Sieg gegen den SC DHfK Leipzig fiel allerdings äußerst knapp aus. Auch die Rhein-Neckar Löwen mussten zittern.

Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha gewann gegen die Sachsen trotz einer durchwachsenen Leistung mit 27:26 (12:11) und wahrte mit dem siebten Sieg im siebten Heimspiel ihre weiße Weste vor eigenem Publikum. Bester THW-Torschütze gegen Leipzig war Rückraumspieler Bilyk mit acht Treffern, aufseiten der Gäste traf Nationalspieler Franz Semper am häufigsten (9 Tore).

Kiel, das zwei Partien weniger absolviert hat als Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt (22:6 Zähler), ist damit weiterhin das einzige Team in der Liga mit nur vier Minuspunkten (20:4). Leipzig, das mit dem letzten Angriff einen möglichen Punktgewinn verpasste, hat 16:12 Punkte auf dem Konto. "Es war ein sehr hartes Spiel für uns. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, wollten aber unbedingt diese zwei Punkte", sagte Matchwinner Nikola Bilyk. Leipzigs Trainer Andre Haber haderte unterdessen mit dem letzten Angriff seiner Mannschaft. "Das ist indiskutabel und einfach dumm, dass wir keinen Abschluss hinbekommen. Da kann man sich nicht so dusselig anstellen und nicht mehr werfen", schimpfte Haber angesichts des eigenen Ballbesitzes 21 Sekunden vor dem Ende: "Da hätte ich lieber mit fünf verloren."

Kiel bezwingt aufopferungsvolle Leipziger Sportschau 24.11.2019 03:48 Min. Verfügbar bis 24.11.2020 Das Erste

Weiter oben dran bleiben auch die Rhein-Neckar Löwen, die beim 33:32 (14:14) gegen den TVB Stuttgart jedoch ebenfalls bis kurz vor Schluss um den Sieg bangen mussten. Die Mannheimer, für die Andy Schmid zehnmal erfolgreich war, rückten mit 20:8 Punkten auf Rang vier hinter der TSV Hannover-Burgdorf (20:6). Die Eulen Ludwigshafen spielten zudem gegen Balingen 25:25. Zur Pause lagen die Eulen noch mit 14:12 vorn, konnten den Vorsprung aber nicht ins Ziel retten.

Rhein-Neckar Löwen siegen knapp gegen Stuttgart Morgenmagazin 25.11.2019 01:29 Min. Verfügbar bis 25.11.2020 Das Erste

Flensburg ohne Probleme gegen Nordhorn

Holger Glandorf (Flensburg-Handewitt 9)

Holger Glandorf (Flensburg-Handewitt 9)

Zuvor hatte die SG Flensburg-Handewitt ihre Tabellenführung behauptet. Der deutsche Meister setzte sich am Donnerstag (21.11.2019) beim Schlusslicht HSG Nordhorn-Lingen ungefährdet mit 29:20 (16:9) durch. Bester SG-Werfer war Magnus Röd mit acht Toren. Für die Gastgeber erzielte Patrick Miedema sechs Treffer.

Für den Flensburger Rückraumspieler Holger Glandorf, Trainer Maik Machulla und dessen Assistenten Mark Bult war es eine erfolgreiche Reise in die sportliche Vergangenheit. Glandorf spielte von 1999 bis 2009 für die HSG, Machulla trug von 2002 bis 2010, Bult von 2003 bis 2007 das Nordhorner Trikot.

Der Aufsteiger hielt gegen den Meister nur eine gute Viertelstunde bis zum 5:7 mit. Danach zog die SG auf und davon. In der 36. Minute betrug der Vorsprung beim 19:9 erstmals zehn Tore.

Zwei Rote Karten in Magdeburg

Ein umkämpftes Spiel lieferten sich der SC Magdeburg und die Füchse Berlin, das die Hauptstädter mit 29:27 (14:14) für sich entschieden. Schon in der ersten Halbzeit zeigte das Schiedsrichtergespann zweimal die Rote Karte. Erst gegen den Berliner Fabian Wiede nach einem Foul an Marko Bezjak (21. Minute), dann gegen den Magdeburger Piotr Chrapkowski, der Paul Drux zu hart angegangen war (23.). Füchse-Coach Velimir Petkovic bekam kurz vor der Pause eine Zeitstrafe, weil er nach einer Auszeit nicht rechtzeitig vom Feld gegangen war.

Berlin fightet sich gegen Magdeburg zum Sieg Sportschau 21.11.2019 02:55 Min. Verfügbar bis 21.11.2020 Das Erste

Entscheidende Szene war ein Siebenmeter, den Magdeburgs Matthias Musche in der Schlussminute beim 27:28 gegen den Berliner Schlussmann Dejan Milosavljev vergab.

Melsungen ohne Probleme

Keine Probleme hatte die MT Melsungen, die ihr Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen mit 30:17 (16:7) gewann. Der Bergische HC besiegte den TBV Lemgo Lippe 35:33 (19:16).

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 14. Spieltag 2019/2020

Donnerstag, 21.11.2019 | 19.00 Uhr

Wappen SC Magdeburg

SC Magdeburg

Green, Thulin – Lagergren (6), Steinert, Bezjak (2), O´Sullivan (1), Chrapkowski, M. Damgaard (6), Kuzmanovski – Hornke (4/3), Pettersson (2), Mertens, Musa (1), Musche (5) – Preuss

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Wappen Füchse Berlin

Füchse Berlin

Heinevetter, Milosavljev – Kopljar, M. Müller (1), Wiede (2), Drux (3), Holm (4), Simak (3) – Lindberg (10/4), Gojun, Mandalinic, Matthes (1), Struck – Koch (1), Marsenic (4)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

SC Magdeburg Füchse Berlin
Siebenmeter 7 Würfe, 3 Treffer 4 Würfe, 4 Treffer
Strafminuten 6 Min. 20 Min.

Zuschauer:

  • 6.600

Schiedsrichter:

  • Krag (Frankfurt/M.), Hurst (Oberursel)

Stand der Statistik: Donnerstag, 21.11.2019, 21:04 Uhr

dpa | Stand: 24.11.2019, 17:45

Bundesliga | Tabelle

Team S P
1. THW Kiel 14 24:4
2. SG Flensburg-H. 16 24:8
3. Rhein-Neckar L. 16 24:8
4. TSV Hannover-B. 15 22:8
5. SC Magdeburg 16 22:10
  ...    
16. TBV Lemgo Lippe 16 10:22
17. Eulen Ludwigsh. 16 6:26
18. Nordhorn-L. 16 2:30
Darstellung: