Auch Melsungen hält Flensburg nicht auf

Handball-Bundesliga, 16. Spieltag

Auch Melsungen hält Flensburg nicht auf

Die SG Flensburg-Handewitt bleibt unangefochtener Spitzenreiter in der Handball-Bundesliga - daran konnte auch die in dieser Saison sehr starke MT Melsungen nichts ändern. Auch die Verfolger THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen spielten groß auf.

Der Titelverteidiger setzte sich am Donnerstag (06.12.2018) in einer von den starken Abwehrreihen geprägten Partie beim ersatzgeschwächten Tabellensechsten MT Melsungen 24:18 (12:10) durch und feierte im 16. Saisonspiel den 16. Sieg.

Lange gut mitgehalten

Im ersten Durchgang hielt Melsungen die Partie lange offen, blieb auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gleichwertig. Doch in den letzten 20 Minuten zogen die Nordlichter dank einer enorm geschlossenen Teamleistung immer weiter davon.

Beste Torschützen bei der SG waren mit je fünf Treffern Lasse Svan und Magnus Jöndal, bei der Turngemeinde glänzte Lasse Mikkelsen mit sechs Toren. Flensburgs Trainer Maik Machulla verfiel nach dem Spiel nicht in Euphorie: "Wir wissen, was wir in den nächsten Tagen und in der Rückrunde noch zu leisten haben."

Löwen erteilen Magdeburg Lehrstunde

Parallel dazu hat Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen dem SC Magdeburg im Spitzenspiel eine Lehrstunde erteilt. Der Tabellenvierte setzte sich vor allem dank einer in der ersten Halbzeit überragenden Leistung 28:22 (18:8) gegen den Ligadritten durch und rückte in der Tabelle mit 25:5 Punkten bei zwei Spielen weniger auf dem Konto an Magdeburg (26:8) heran.

"Die erste Halbzeit war unsere Beste in dieser Saison", sagte Löwen-Keeper Andreas Palicka anschließend. Magdeburgs Rückraumspieler Michael Damgaard klagte dagegen: "Die erste Halbzeit heute war überhaupt nicht zu akzeptieren. Wir haben viel verworfen, aber das war nicht unsere einzige Unsicherheit."

Appelgren verlängert bis 2023

Im Vorfeld des Topspiels in der Mannheimer Arena hatten die Löwen die Vertragsverlängerung mit dem zuletzt angeschlagenen schwedischen Toptorhüter Mikael Appelgren (bis 2023) bekannt gegeben. Spielen durfte Teamkollege Palicka, der Magdeburg bereits in der ersten Halbzeit mit 13 Paraden zur Verzweiflung trieb.

In der Offensive überragten bei den Löwen der diesmal torlose Andy Schmid als Ballverteiler und Toptorschütze Gudjon Valur Sigurdsson (neun Treffer). Nach einem Zehn-Tore-Vorsprung zur Halbzeit nahm der Gastgeber deutlich Tempo raus, Magdeburg war aber nicht in der Lage, die Partie noch einmal spannend zu machen.

Kiel ganz souverän

Keine Blöße gab sich beim 32:19 (17:11) gegen den TVB 1898 Stuttgart auch der erste Verfolger THW Kiel (30:4 Punkte). Die Füchse Berlin schoben sich mit einem 29:20 (19:10) beim Traditionsklub Gummersbach an Melsungen vorbei auf Platz fünf (20:12).

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 16. Spieltag 2018/2019

Donnerstag, 06.12.2018 | 19.00 Uhr

Wappen MT Melsungen

MT Melsungen

Simic, J. Sjöstrand – Birkefeldt (1), Piroch, Mikkelsen (6), Sidorowicz (4), F. Lemke, Gruber, P. Müller (1) – Ignatow, Reichmann (4/1), Allendorf (2), Kunkel – Danner, Damm

18
Wappen SG Flensburg-Handewitt

SG Flensburg-Handewitt

Buric, Jepsen – Glandorf (1), Röd (4), Gottfridsson (3), Lauge Schmidt (1) – Steinhauser, Svan (5), Jeppsson (1), Jöndal (5/1), Wanne – Golla (4), Hald, Karlsson, Zachariassen

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Fakten und Zahlen zum Spiel

MT Melsungen SG Flensburg-Handewitt
Siebenmeter 1 Würfe, 1 Treffer 1 Würfe, 1 Treffer
Strafminuten 8 Min. 6 Min.

Zuschauer:

  • 4.300

Schiedsrichter:

  • Klein (Ratingen), Immel (Tönisvorst)

Stand: Donnerstag, 06.12.2018, 20:54 Uhr

sid/dpa | Stand: 06.12.2018, 21:44

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