Handball - Zittersiege für THW Kiel und Füchse Berlin

Kiels Domagoj Duvnjak im Spiel gegen Göppingen

Handball-Bundesliga, 19. Spieltag

Handball - Zittersiege für THW Kiel und Füchse Berlin

Der zweite Weihnachtstag hat der Handball-Bundesliga Favoritensiege beschert. Alle Top-Teams gewannen - wobei der THW Kiel und die Füchse Berlin bis zum Schluss zittern mussten.

THW Kiel verteidigte mit einem 27:26 (16:15) bei Frisch Auf Göppingen die Tabellenführung. Vier Tage nach der 20:27-Heimpleite gegen die HSG Wetzlar verschliefen die Kieler den Start und lagen in der achten Minute 1:5 in Rückstand. Erst allmählich fanden die "Zebras" ins Spiel. Hendrik Pekeler glich zum 13:13 aus (26. Minute), Domagoj Duvnjak brachte den THW wenig später beim 14:13 erstmals in Führung.

In der zweiten Halbzeit lagen die Kieler 24:19 (48.) vorne, doch Göppingen war beim 23:24 (51.) wieder dran. In der letzten Sekunde hatte Ivan Sliskovic noch die Ausgleichschance für die Gastgeber, doch sein direkter Freiwurf blieb im Kieler Block hängen. Bester Kieler Werfer war Steffen Weinhold mit sieben Treffern. Für Göppingen waren Till Hermann und Kresimir Kozina je fünfmal erfolgreich.

Ziemer hält Sieg für Füchse Berlin fest

Die Füchse Berlin siegten vor 9.000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle gegen den SC DHfK Leipzig mit 29:28 (13:13). Beste Berliner Werfer in dem Ostderby waren Hans Lindberg mit acht und Fabian Wiede mit sechs Toren.

Die Partie hatte ausgeglichen begonnen, nach sechseinhalb Minuten gingen die Berliner erstmals mit zwei Toren in Führung (5:3). In dieser Phase glänzte Berlins Torwart Martin Ziemer mit starken Paraden und die Füchse bauten ihre Führung auf 9:5 aus. Danach riss aber der Faden. Zu viele Zeitstrafen und eine mangelnde Chancenverwertung ließen den Vorsprung wieder schrumpfen. Kurz vor der Pause glich Leipzig zum 13:13 aus.

Kiel ringt Göppingen nieder Morgenmagazin 27.12.2019 01:18 Min. Verfügbar bis 27.12.2020 Das Erste

Nach dem Seitenwechsel setzte sich zunächst das Fehlwurf-Dilemma der Füchse fort, und Leipzig ging in Führung (15:14). Nun liefen die Gastgeber lange einem knappen Rückstand hinterher. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussminute: 17 Sekunden vor dem Ende gelang Lindberg mit einem Siebenmeter der Siegtreffer. Den letzten Wurf der Gäste durch Raul Santos parierte Füchse-Keeper Ziemer.

Hannover-Burgdorf souverän

Hannovers Morten Olsen beim Wurf

Hannovers Morten Olsen beim Wurf

Zu einem ungefährdeten 32:19 (13:8)-Heimsieg kam Hannover-Burgdorf gegen den TVB Stuttgart. Überragender Akteur der Niedersachsen war Torhüter Urban Lesjak. Der Slowene stellte mit 25 Paraden eine neue Saisonbestmarke in der Bundesliga auf und erzielte zudem einen Treffer.

Flensburg-Handewitt mit starkem Start

Flensburg-Handewitt setzte sich mit 27:22 (14:10) gegen GWD Minden durch. Göran Johannessen war mit sechs Treffern bester Werfer der SG, die vor dem Anpfiff die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Spielmacher Jim Gottfridsson bis zum Ende der Saison 2024/25 bekanntgegeben hatte. Für Minden erzielte Savvas Savvas ebenfalls sechs Tore.

Die Norddeutschen starteten stark in die Partie, führten nach acht Minuten mit 5:1 und zwangen so Gästecoach Frank Carstens zu einer frühen Auszeit. Minden steigerte sich mit zunehmender Spieldauer, kam jedoch nicht dichter als auf drei Treffer heran.

Melsungen nimmt Revanche

Die MT Melsungen nahm mit dem 36:23 (15:11) gegen HBW Balingen-Weilstetten erfolgreich Revanche für die Hinspielpleite bei den "Galliern von der Alb", die mit dem gleichen Ergebnis geendet hatte. 14 Treffer des Isländers Bjarki Mar Elisson sicherten dem TBV Lemgo Lippe das 34:32 (18:17) über den HC Erlangen.

Rhein-Neckar Löwen gewinnen

Die Rhein-Neckar Löwen standen indes in Düsseldorf im Blickpunkt - und erarbeiteten sich den dringend benötigten Sieg beim Bergischen HC. Der vermeintliche Titelkandidat gewann mit 29:26 (16:12) und verkürzte nach zuletzt zwei Niederlagen aus drei Spielen den Abstand zur Spitze als Tabellenvierter wieder. Der Bergische HC kassierte dagegen die fünfte Niederlage in Serie und steckt im unteren Mittelfeld fest.

Die Löwen glänzten nach zuletzt nur einem Sieg aus drei Spielen erneut nicht, traten aber souverän auf und nutzten die im direkten Vergleich höhere Qualität zum Sieg. "Wir haben uns nach einer guten ersten Hälfte ein wenig aus dem Konzept bringen lassen, aber eng wurde es nicht mehr", sagte Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer bei "Sky".

Mit bereits zwölf Minuspunkten aus 19 Saisonspielen haben die Löwen kaum noch Chancen auf die erhoffte Meisterschaft. "Viele Dinge laufen noch nicht so rund", sagte Gensheimer. "Bei uns ist jetzt jeder froh, dass wir über den Jahreswechsel abschalten können, 2020 müssen wir es dann besser machen."

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 19. Spieltag 2019/2020

Donnerstag, 26.12.2019 | 18.00 Uhr

Wappen FA Göppingen

FA Göppingen

Kastelic, Rebmann – Theilinger (1), Zelenovic, Kneule (3), Peric (2), Sliskovic (4) – Rentschler (4), Sörensen, Hermann (5), Schiller – Bagersted (2), Kozina (5/1)

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Wappen THW Kiel

THW Kiel

N. Landin, Quenstedt, Schröder – Reinkind, Weinhold (7), Duvnjak (5), Zarabec, Bilyk (2), Horak – Ekberg (6/2), Rahmel, Dahmke, M. Landin, L. Nilsson (2) – Pekeler (3), Wiencek (2)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

FA Göppingen THW Kiel
Siebenmeter 1 Würfe, 1 Treffer 2 Würfe, 2 Treffer
Strafminuten 8 Min. 2 Min.

Zuschauer:

  • 5.600

Schiedsrichter:

  • Baumgart (Altenheim), Wild (Elgersweiher)

Stand der Statistik: Donnerstag, 26.12.2019, 19:59 Uhr

dpa/sid | Stand: 26.12.2019, 19:59

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