Handball - Flensburg Meister, Gummersbach steigt ab

Flensburg-Handewitt ist erneut deutscher Meister Sportschau 09.06.2019 01:00 Min. Verfügbar bis 09.06.2020 Das Erste

Letzter Spieltag

Handball - Flensburg Meister, Gummersbach steigt ab

Dritter Titel für die SG Flensburg-Handewitt, Platz zwei für Rekord-Champion THW Kiel und der erste Abstieg des Handball-Dinos VfL Gummersbach: Die mit Spannung erwarteten Entscheidungen am oberen und unteren Ende der Tabelle sind am letzten Saisonspieltag endgültig gefallen.

Jubel bei der SG Flensburg-Handewitt

Jubel bei der SG Flensburg-Handewitt

Während Titelverteidiger Flensburg am Sonntag (09.06.2019) vor 10.043 Zuschauern in Düsseldorf mit einem am Ende hart umkämpften 27:24 gegen den Bergischen HC seinen Zwei-Punkte-Vorsprung im Fernduell mit Kiel ins Ziel rettete, stürzte Gummersbach mit dem 25:25 bei der SG BBM Bietigheim ins Tal der Tränen. Zum ersten Mal nach 53 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit ist das einstige Schwergewicht des deutschen Handballs nur noch zweitklassig. Begleitet wird Gummersbach im Fahrstuhl nach unten von Bietigheim, dagegen retteten sich die Eulen Ludwigshafen mit dem 31:30 durch ein Last-Minute-Tor gegen GWD Minden.

Gummersbach und Bietigheim nach Remis abgestiegen Sportschau 09.06.2019 01:59 Min. Verfügbar bis 09.06.2020 Das Erste

Berlin trotz Pleite im EHF-Cup

Flensburg und Kiel werden den deutschen Handball in der kommenden Saison in der Champions League vertreten in der Hoffnung, beim Final Four 2020 in Köln erstmals nach vier Jahren wieder eine deutsche Mannschaft an den Start zu bringen. Der SC Magdeburg (31:24 bei FA Göppingen), die Rhein-Neckar Löwen (26:28 beim SC DHfK Leipzig), die MT Melsungen (31:27 gegen den TBV Lemgo Lippe) und die Füchse Berlin (25:27 gegen HSG Wetzlar) starten im EHF-Pokal.

Flensburg lässt nichts anbrennen

Die Konstellation im Vorfeld des letzten Spieltages war klar. Kiel musste daheim gegen die TSV Hannover-Burgdorf (30:26) auf einen Flensburger Ausrutscher bei den Bergischen Löwen hoffen, um den Zwei-Punkte-Rückstand auszugleichen und aufgrund des besseren Torverhältnisses die 21. Meisterschaft feiern zu können. Doch der alte und nun auch neue Champion von der Flensburger Förde tat dem Nordrivalen diesen Gefallen nicht.

SG Flensburg-Handewitt ist deutscher Handballmeister

Sportschau 09.06.2019 Verfügbar bis 09.06.2020 ARD

Rasmus Lauge Dreh- und Angelpunkt

Dreh- und Angelpunkt des Flensburger Spiels war wie so oft in dieser Saison Regisseur Rasmus Lauge. Der 27-Jährige, im Januar mit Dänemark Weltmeister und von den Trainern und Managern der Bundesliga-Vereine zum Spieler der Saison gewählt, zeigte bei seiner Abschiedsvorstellung noch einmal sein ganzes beeindruckendes Repertoire. Lauge machte das Spiel, er glänzte als Anspielstation, er beschleunigte und verlangsamte das Flensburger Spiel, und wenn gar nichts ging, machte er die Tore selbst. Lauge wird Flensburg nach vier Jahren verlassen und zum Champions-League-Finalisten Telekom Veszprem wechseln. Auch auf Abwehrchef Tobias Karlsson muss Deutschlands nördlichster Verein künftig verzichten, der 38-jährige Schwede beendet seine Karriere und zieht sich ins Privatleben zurück. Eine schwere Aufgabe wartet also auf Erfolgstrainer Maik Machulla, der die SG im Sommer 2017 von Erfolgscoach Ljubomir Vranjes übernommen hatte und sie seither zweimal zur Meisterschaft führte.

Gummersbach am Tiefpunkt

Auch Gummersbach war Meister, zwischen 1966 und 1991 ging die Schale zwölfmal ins Bergische Land. Diese Zeiten sind längst vorbei, seit Jahren kämpft der VfL gegen die sportliche Bedeutungslosigkeit, nun ist der vorläufige Tiefpunkt erreicht. Kopfschüttelnd und fassungslos nahm Vereinsikone Heiner Brand den Abstieg seines VfL zur Kenntnis. Hansi Schmidt, in den 70er-Jahren das Gesicht des VfL, sieht die Entwicklung nicht nur negativ: "Vielleicht ist das ja jetzt die Chance für einen richtigen Neubeginn."

Bietigheim gegen Gummersbach - die Schlussphase in der Live-Reportage

Sportschau 09.06.2019 03:51 Min. Verfügbar bis 09.06.2020 ARD

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 34. Spieltag 2018/2019

Sonntag, 09.06.2019 | 15.00 Uhr

Wappen Bergischer HC

Bergischer HC

Rudeck, Rutschmann – Nippes (1), Arnesson, Babak (2), Szücs, Gutbrod (6), Weck – Fraatz, A. Gunnarsson (8/5), Boomhouwer (2), Kotrc – Baena Gonzalez (2), Petrovsky (3)

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Wappen SG Flensburg-Handewitt

SG Flensburg-Handewitt

Bergerud, Buric – Glandorf, Röd (5), Gottfridsson (6), Johannessen (1), Lauge Schmidt (3) – Steinhauser, Svan (3), Jeppsson, Jöndal (2/2), Wanne (3/2) – Golla, Hald, Karlsson, Zachariassen (4)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Bergischer HC SG Flensburg-Handewitt
Siebenmeter 5 Würfe, 5 Treffer 5 Würfe, 4 Treffer
Strafminuten 4 Min. 2 Min.

Zuschauer:

  • 10.043

Schiedsrichter:

  • Helbig (Landsberg (Saalekreis)), Geipel (Teutschenthal)

Stand der Statistik: Sonntag, 09.06.2019, 16:59 Uhr

Bietigheim gegen Gummersbach - die Schlussphase in der Live-Reportage

Sportschau 09.06.2019 03:51 Min. Verfügbar bis 09.06.2020 ARD

Bietigheim gegen Gummersbach - die Schlussphase in der Live-Reportage

Sportschau 09.06.2019 03:51 Min. Verfügbar bis 09.06.2020 ARD

Bietigheim gegen Gummersbach - die Schlussphase in der Live-Reportage

Sportschau 09.06.2019 03:51 Min. Verfügbar bis 09.06.2020 ARD

sid/dpa | Stand: 09.06.2019, 16:50

Bundesliga | Tabelle

Team S P
1. TSV Hannover-B. 9 16:2
2. Rhein-Neckar L. 9 13:5
3. SG Flensburg-H. 9 13:5
4. MT Melsungen 9 13:5
5. THW Kiel 7 12:2
  ...    
16. TBV Lemgo Lippe 9 4:14
17. Eulen Ludwigsh. 9 2:16
18. Nordhorn-L. 9 2:16
Darstellung: