US Open der Golfer - Dünen, Sudden Death und schlechte Erinnerungen

Tiger Woods bei den US Open im Shinnecock Hills Golf Club

Major-Turnier im Shinnecock Hills Golf Club in Southampton

US Open der Golfer - Dünen, Sudden Death und schlechte Erinnerungen

Bei den US Open im Shinnecock Hills Golf Club in Southampton/New York sucht die Golfelite den zweiten Major-Sieger des Jahres. sportschau.de hat alles Wissenswerte zusammen gestellt.

Ganz viel Tradition

Neben der Open Championship in Großbritannien, dem US Masters und der PGA Championship sind die US Open eins der vier Major-Turniere. Das Turnier wird jedes Jahr im Juni auf verschiedenen Plätzen ausgetragen. Finaltag ist der dritte Sonntag des Monats. Den ersten Abschlag gab es am 4. Oktober 1895 in Newport, Rhode Island. Die US Open sind nach dem US Masters das zweite Major-Turnier des Jahres. Am Donnerstag (14.06.2018) startet die 118. Auflage.

Für alle Golfer offen

Eine Reihe von Spielern ist automatisch qualifiziert - zum Beispiel die Sieger der vergangenen zehn Jahre und die Sieger der anderen Major-Turniere der vergangenen fünf Jahre. Da die Open für alle Golfer da sind, können sich alle Profis und auch Amateure über Qualifikationsturniere eines der begehrten Tickets sichern. Im vergangenen Jahr versuchten das rund 10.000 Golfer. So nehmen die Verantwortlichen den Begriff US Open wörtlich.

Stechen über 18 Löcher

Das Turnier dauert vier Tage, 72 Löcher gilt es zu bewältigen. Im Falle eines Gleichstandes wird, anders als bei den übrigen Majors, am Tag darauf ein Stechen über eine gesamte Runde gespielt. Sollte danach immer noch Gleichstand bestehen, wird der Sieger im "Sudden-Death" ausgespielt. Die Konkurrenten spielen solange weiter, bis ein Spieler ein Loch für sich entscheiden kann. Auf welchen Löchern das passiert, wird von der Turnierleitung festgelegt. Zuletzt gingen die US Open 2008 in die Verlängerung. Damals setzte sich Tiger Woods gegen Rocco Mediate durch.

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Ganz viel Geld

Die US Open sind mit zwölf Millionen US-Dollar das höchstdotierte Turnier im Golfsport. Allein der Sieger kassiert 2,16 Millionen Dollar.

Titelverteidiger Koepka

Der US-Profi Brooks Koepka gewann im Vorjahr in Erin Hills überraschend seinen ersten Major-Titel. Er triumphierte im US-Bundesstaat Wisconsin mit vier Schlägen Vorsprung auf seinen Landsmann Brian Harman und den Japaner Hideki Matsuyama.

Dünen und hohe Gräser

Die US Open sind zum fünften Mal im Shinnecock Hills Golf Club in Southampton zu Gast. Der Privatklub liegt rund 150 Kilometer östlich der Metropole New York auf Long Island. Der Par-70-Kurs ist rund 6800 Meter lang und erinnert mit seiner Dünenlandschaft und den hohen Gräsern neben den Spielbahnen an Plätze in Großbritannien.

Schlechte Erinnerungen an 2004

Zum bisher letzten Mal waren die US Open 2004 im Shinnecock Hills Golf Club zu Gast, und die Erinnerungen sind nicht die Besten. Der Finaltag geriet zur Farce. Die Turnier-Veranstalter ließen den Platz über Nacht so stark austrocknen, dass die Grüns selbst für die besten Profis der Welt viel zu schnell wurden. "Lächerlich und unspielbar", schimpfte der Südafrikaner Ernie Els.

Topfavorit Johnson

Der Weltranglistenerste Dustin Johnson aus den USA, der jüngst die Generalprobe in Memphis eindrucksvoll gewann, Nordirlands Golfstar Rory McIlroy, US-Topspieler Justin Thomas sowie der Engländer Justin Rose sind die heißen Kandidaten auf den Sieg.

Kaymer nur Außenseiter

2014 gewann Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer bei der US Open in Charlotte seinen zweiten Major-Titel. In diesem Jahr ist der 33-Jährige aus Mettmann wegen fehlender Erfolgserlebnisse nur Außenseiter. Dennoch will die ehemalige Nummer eins der Welt endlich die Wende schaffen. An den ersten beiden Tagen spielt Kaymer an der Seite von zwei anderen Major-Siegern: Henrik Stenson aus Schweden und dem Australier Adam Scott.

Woods will es wissen

Auch für Tiger Woods war der Titel bei den US Open der letzte seiner bisher insgesamt 14 Major-Siege. Der ehemalige Superstar blickt dabei sogar auf eine zehnjährige Durststrecke zurück. 2008 triumphierte er in Torrey Pines in einem denkwürdigen Stechen über 19 Extra-Löcher gegen seinen Landsmann Rocco Mediate. Danach folgte eine schwere Zeit.

Immer wieder wurde er auf seinem Weg zurück an die Spitze von seinem chronisch lädierten Rücken und Operationen zurückgeworfen wurde. 2017 war er zehn Monate außer Gefecht. Nun fühlt sich der 42-Jährige stark genug, um Titel Nummer 15 in Angriff zu nehmen. Woods geht gemeinsam mit dem Weltranglistenersten Dustin Johnson sowie Justin Thomas (beide USA) an den Start.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 14.06.2018, 22.50 Uhr

Stand: 14.06.2018, 11:17

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