Ryder Cup - Verletzte Zuschauerin erwägt Klage

Unfall in Frankreich

Ryder Cup - Verletzte Zuschauerin erwägt Klage

Die beim Ryder Cup durch einen Golfball verletzte Zuschauerin wird nach eigenen Worten fast gänzlich ihre Sehkraft auf dem rechten Auge verlieren. Sie erwägt eine Klage gegen die Veranstalter des traditionsreichen Teamwettbewerbs.

Golfer Brooks Koepka bei der verletzten Zuschauerin

Golfer Brooks Koepka bei der verletzten Zuschauerin

"Der Scan bestätigte einen Bruch der rechten Augenhöhle und eine Explosion des Augapfels, der zwar von den Chirurgen genäht werden konnte, aber sie haben mir gesagt, dass ich auf diesem Auge die Sehkraft verloren habe", sagte Corine Remande.

Koepka entschuldigt sich

Am vergangenen Freitag (28.09.2018) hatte US-Open- und PGA-Champion Brooks Koepka die französische Zuschauerin beim Kontinentalvergleich zwischen Europa und den USA in der Nähe von Paris nach einem misslungenen Abschlag mit seinem Ball im Gesicht getroffen. Der US-Amerikaner war anschließend sofort zu Remande geeilt, um sich bei ihr zu entschuldigen. "Dieser Zwischenfall zerbricht mir das Herz", twitterte Koepka: "Nachdem ich nun hörte, dass ihr Zustand schlechter ist, als ich erst dachte, habe ich mit ihr Kontakt aufgenommen und mein aufrichtiges Mitgefühl mitgeteilt. Meine Gedanken sind bei Frau Remande und ihrer Familie", schrieb der 28 Jahre alte Golfprofi.

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"Sicherheit verbessern"

"Balltreffer sind eine mögliche Gefahr für die Zuschauer, aber diese Art von Vorfall ist äußerst selten", schrieb der Veranstalter. Es habe Rufe gegeben, dass der Ball komme: "Wir sind sehr mitfühlend und werden alles tun, um die Zuschauerin zu unterstützen, soweit das unter sehr schwierigen Umständen möglich ist." Remande sieht das anders. "Das lag ganz klar in der Verantwortung der Organisatoren", sagte sie und prangerte an, dass sie nicht gewarnt worden sei, als der Ball in die Zuschauer ging. Sie wolle eine Beschwerde einreichen. "Ich möchte vor allem eine gute medizinische Versorgung, um das Risiko einer Infektion zu vermeiden", sagte Remande. Es ginge aber auch darum, "die Sicherheit auf Golfplätzen zu verbessern".

dpa/sid | Stand: 04.10.2018, 17:18

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