NFL - Bell und Brown verlassen Pittsburgh Steelers

Wide Receiver Antonio Brown unterhält sich mit Quarterback Ben Roethlisberger

Pittsburgh Steelers nächste Saison ohne Bell und Brown

NFL - Bell und Brown verlassen Pittsburgh Steelers

Von Tim Rausch

Es ist offiziell: Le'Veon Bell und Antonio Brown werden nächste Saison nicht das Trikot der Pittsburgh Steelers tragen. Wie geht es ohne die Superstars weiter?

"Wir sind übereingekommen, dass es Zeit ist, sich zu trennen". Mit diesen Worten verabschiedete sich Star-Receiver Antonio Brown auf Twitter von den Pittsburgh Steelers. Wenige Stunden vorher hatte er sich mit Dan Rooney, dem Besitzer der Steelers, zu einem letzten Gespräch getroffen. Über die Beweggründe für Browns Wechselwunsch wurde in den vergangenen Monaten viel und vor allem wild spekuliert.

Es war die Rede von Differenzen zwischen Brown und Quarterback Ben Roethlisberger, von Streitigkeiten mit Trainer Mike Tomlin oder von JuJu Smith-Schuster, der mehr und mehr auf der Receiver-Position aufblühte und sich ins Rampenlicht spielte. Was genau passierte, weiß wahrscheinlich nur Brown selbst, der trotz der ständigen Gerüchte erneut eine tolle Saison spielte.

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Auch Bell verlässt Steelers

Während Brown vergangene Saison das Trikot der Steelers noch überzog, blieb Runningback Le'Veon Bell die gesamte Saison auf der Couch. Er wollte einen Vertrag über mehrere Jahre haben, doch die Steelers und Bells Berater fanden keinen gemeinsamen Nenner. Letztlich wurde Bell 2018 mit der Franchise Tag ( ein Einjahresvertrag, der verhindert, dass sich der Spieler einen neuen Verein suchen kann) belegt. Bell bestritt wegen der Unstimmigkeiten in der abgelaufenen Saison nicht ein einziges Match.

Le'Veon Bell, ehemaliger Runningback der Pittsburgh Steelers

Steelers Manager Kevin Colbert verkündete nun offiziell, was seit Monaten schon Spekulation war: Bell wird nicht erneut mit der Franchise Tag belegt und kann sich ab März ein neues Team suchen. Für die Steelers heißt es jetzt: Ersatz für Bell und Brown finden.

Nachfolger schon im Team?

"Wenn es so kommt, werde ich bereit sein, die Rolle des ersten Receivers zu übernehmen", antwortete Smith-Schuster vor einem Monat auf die Frage, wie es denn ohne Brown weitergehen würde. Der junge Receiver lieferte vergangene Saison viele Highlights, zählt bereits zu den besten Passempfängern der Liga und schaffte es in den Pro Bowl (das All-Star Match der NFL).

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Auf der Runningback-Position gibt es im Kader der Steelers zwei interessante Namen: James Conner und Jaylen Samuels. Conner war - bis zu seiner Verletzung gegen Ende der Saison - der Nachfolger von Bell. Ähnlich wie Bell kann Conner den Ball sowohl effektiv laufen, als auch als Passempfänger das Spiel mitgestalten. Ergänzt werden könnte das Backfield der Steelers durch Samuels, der etwas von Conners hohem Arbeitspensum abnehmen kann.

Ergänzungen durch Free Agency und Draft

Cole Beasley - noch bei den Dallas Cowboys

Cole Beasley - ein guter Slot-Receiver

Auf der Position des Wide-Receivers müssen die Steelers sich verstärken. Möglicher Kandidat wäre Cole Beasley, der voraussichtlich seinen Vertrag bei den Dallas Cowboys nicht verlängern wird. Beasley wäre ein sicherer Passempfänger, der besonders für die kurzen Pässe zu gebrauchen ist.

Im NFL-Draft 2019 könnten die Steelers, wie in den vergangenen sieben Jahren, einen Receiver wählen. Emanuel Hall ist ein großer, schneller Receiver, der allerdings eine lange Krankenakte mit sich führt. Die Steelers würden ihn wahrscheinlich in den späteren Runden wählen können.

Trotz Abgängen: Kein Zusammenbruch

Dass Bell und Brown nicht mehr im Team sind, wird die Steelers schmerzen. Trotzdem sind sie in einer guten Position. Quarterback Ben Roethlisberger spielt auf einem konstant hohen Niveau und hat durch gutes Managment junge, talentierte Spieler um sich. JuJu Smith-Schuster machte deutlich, was er von der nächsten Saison erwartet: "Wir müssen die Puzzleteile nur zusammenfügen - und dann holen wir uns den Superbowl."

Stand: 21.02.2019, 12:17

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