NFL-Playoffs - Titelverteidiger Kansas City erneut im Endspiel

Chiefs Tight End Travis Kelce punktet gegen Buffalo

American Football

NFL-Playoffs - Titelverteidiger Kansas City erneut im Endspiel

Von Erik Gläsel

Nach einem vielversprechendem Start konnten die Buffalo Bills nicht mit der explosiven Offensive der Kansas City Chiefs schritthalten. Der Titelverteidiger der US-Football-Liga NFL setzte sich am Ende auch in der Höhe verdient mit 38:24 (21:12) durch.

Zum Ende des ersten Viertels führten die Bills mit 9:0. Lediglich der vergebene Extrapunkt von Kicker Tyler Bass sorgte für einen kleinen Makel auf einer sonst gelungenen ersten Viertelstunde. Dieser sollte am Ende allerdings keine Rolle spielen. Das Duell der beiden jungen Quarterbacks Josh Allen und Patrick Mahomes entschied der Spielmacher der Chiefs nämlich noch klar und verdient für sich.

Chiefs sind Rückstände gewohnt

Wenn es ein NFL-Team versteht mit Rückständen in Playoff-Spielen umzugehen, dann sind das wohl die Chiefs. In allen drei Postseason-Spielen des Vorjahres geriet Kansas City in Rückstand und gewann am Ende dennoch. Auch gegen Buffalo zeigte das Team von Headcoach Andy Reid eindrucksvoll, welche Durchschlagskraft es in der Offensive kreieren kann. Quarterback Patrick Mahomes warf für 325 Yards, 29 seiner 38 Passversuche fanden einen Abnehmer und er brachte 3 Touchdown-Pässe an.

Besonders mit den schnellen Wide Receivern Tyreek Hill und Mecole Hardman hatte die Bills-Defense ihre Probleme. Hardman erzielte einen Touchdown und bügelte damit seinen Ballverlust nach einem Punt im ersten Viertel aus, Hill sorgte mit insgesamt 9 gefangenen Bällen für satte 172 Yards Raumgewinn. Ein stetiger Antreiber und sicheres Fangnetz für Mahomes war einmal mehr Tight End Travis Kelce. Er hatte am Ende der Partie zwei Touchdowns und 117 Yards zu Buche stehen.

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Gute Chiefs-Defensive - Allen findet nicht ins Spiel

Auch in der Defensive überzeugten die Titelverteidiger. Bills-Quarterback Josh Allen hatte kaum Möglichkeiten sein Lieblings-Ziel Stefon Diggs anzuspielen, der meist mit Manndeckung unter Kontrolle gebracht werden konnte. Erst gegen Ende des Spiels konnten beide für etwas mehr Raumgewinn sorgen, ohne dabei aber für wirkliche Gefahr zu sorgen. Das Laufspiel wurde - wie fast über die gesamte Saison hinweg - nur durch den Spielmacher selbst am Leben gehalten. Zu wenig, um eine ausgewogene Angriffs-Vielfalt zu entwickeln und die gegnerische Defensive zu überfordern.

Am Ende reichte es für Allen nur zu zwei Touchdowns, zudem warf er eine Interception. In den mittleren Vierteln verpasste es Buffalo mutiger zu spielen, um die Chance auf mehr Punkte zu wahren und den Abstand nicht weiter anwachsen zu lassen. Diesen Mut, wahrscheinlich aus der Verzweiflung heraus, fanden sie erst im letzten Spielabschnitt.

Fast glimmt der Funke Hoffnung auf

Mit etwas mehr als vier Minuten Spielzeit auf der Uhr gelang es den Bills noch einmal, nach einem Touchdown von Isaiah McKenzie zum 21:38, den Onside Kick in den eigenen Besitz zu bekommen. Mit einem weiteren erfolgreichen Drive hätte man somit den Abstand weiter verringern können, der Chiefs-Defensive gelang es allerdings wieder die Bremse ziehen, ehe die Offensivreihe die restliche Zeit von der Uhr nahm.

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Das Ende der Partie war von Nickligkeiten geprägt. Die Chiefs ließen sich von den enttäuschten Bills zu spöttischen Gesten hinreißen. Verspätete Tackles und unnötige Rangeleien hitzten die Gemüter unnötig auf, ohne jedoch für größere Strafen oder gar Platzverweise zu sorgen. Im Super Bowl 55 warten nun die Tampa Bay Buccaneers auf den Titelverteidiger.

Stand: 25.01.2021, 04:31

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