NFL-Playoffs - Die Buccaneers stehen im Heim-Super-Bowl

Tom Brady steht mit den Buccaneers im Super Bowl

American Football

NFL-Playoffs - Die Buccaneers stehen im Heim-Super-Bowl

Von Erik Gläsel

Kurz nach der Halbzeit sah es nach einem klaren Sieg der Tampa Bay Buccaneers gegen die Green Bay Packers aus. Dann unterliefen Tom Brady drei Interceptions, sein Kontrahent Aaron Rodgers kam gefährlich nahe. Am Ende reichte es aber für die "Bucs", die das Finalspiel der US-Football-Liga NFL nun im heimischen Stadion bestreiten dürfen. Gegner dort wird Titelverteidiger Kansas City sein.

Packers-Quarterback Aaron Rodgers wollte mit Green Bay auf dem heimischen Lambeau Field den Einzug in seinen zweiten Super Bowl seiner Karriere perfekt machen, am Ende behielt Brady allerdings die Oberhand und setzt sich in seiner ersten Saison in der NFC die Conference-Krone auf.

Brady erwischt Traumstart

Tampa Bay erwischte am Sonntag (24.01.2021) einen Start nach Maß. Die erste Angriffsserie endete mit einem 15-Yard-Pass auf Wide Receiver Mike Evans und dem ersten Touchdown der Partie. Die Gastgeber fanden darauf keine direkte Antwort, besonders das Laufspiel kam gegen die starke Run-Defense der Buccaneers nicht ins Rollen.

Die erste Ballbesitzphase beendeten die Packers ohne Punkte, konnten aber im zweiten Viertel zunächst ausgleichen. Quarterback Rodgers und Wide Receiver Marquez Valdes-Scantling überbrückten 50 Yards zum 7:7. Dann allerdings zog das Team aus Florida davon.

Tampa Bay nutzt Packers-Fehler

Während Green Bay im zweiten Viertel nur noch ein Field Goal erzielen konnte, gelang den "Bucs" nicht nur ein weiterer Touchdown, sondern auch der erste Turnover der Partie. Cornerback Sean Murphy-Bunting brachte die Gäste mit einem abgefangenem Pass in Ballbesitz, Brady nutzte die verbleibenden knapp zwei Minuten, um die Führung um weitere sieben Punkte auszubauen - 21:10 zur Halbzeit.

Brady erneut im Super Bowl: "Dankbar, ein Teil davon zu sein" Sportschau 25.01.2021 00:38 Min. Verfügbar bis 25.01.2022 Das Erste

Genauso ging es weiter. Den ersten Drive der zweiten Spielhälfte beendete ein Fumble des Packers-Runningbacks Aaron Jones, den Ballbesitz sicherte Buccaneers-Linebacker Devin White. Wieder bestrafte Brady den Ballverlust, diesmal fand er mit dem ersten Spielzug Tight End Cameron Brate in der Endzone.

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Partie droht zu kippen - auch wegen Brady

Gerade als sich die Buccaneers schon fast in sicherem Fahrwasser wähnten, kam der Einbruch. Die Defensive erlaubte der Packers-Offensive mit zu vielen kleinen Fehlern und Strafen wieder heranzukommen. Brady und seine Angriffsformation spielten zudem sehr fahrig.

Mit drei Interceptions in drei aufeinanderfolgenden Drives ebnete Brady geradezu den Weg zu einem möglichen Packers-Comeback, die noch auf fünf Punkte herankamen. Die Defensive fing sich jedoch und stoppte Rodgers und Co., zur tragischen Figur wurde dabei unter dem Strich ein anderer Spieler.

King wird zur tragischen Figur für Green Bay

Cornerback Kevin King hatte in einigen wichtigen Situationen der Partie den Kürzeren gezogen. Bei den Touchdowns von Mike Evans, Leonard Fournette und Scotty Miller war er jeweils präsent, konnte aber nicht entscheidend stören und somit Punkte verhindern. Kurz vor Schluss wusste sich der 25-Jährige nur mit einem Foul an Receiver Tyler Johnson zu helfen und sorgte mit der Strafe dafür, dass die Buccaneers weiter Zeit von der Uhr nehmen konnten.

Das durch Chris Godwin erlaufene neue First Down sicherte nur wenig später den Erfolg für das Team aus Florida. Tom Brady steht damit in seinem zehnten Super Bowl, die Buccaneers sind das erste Team, das ein Finale im eigenen Stadion spielen darf.

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Stand: 25.01.2021, 01:00

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